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NWZonline.de Ratgeber Motor und Verkehr

Frühjahrsputz in neun Schritten

14.04.2018

Berlin /München Zum Frühjahrsbeginn gilt es, das Auto fit zu machen für die warme Jahreszeit. Mit Reifen wechseln allein ist es nicht getan. Der Frühjahrs-Check in Einzelschritten:
 Auto waschen: Die Wäsche beginnt mit einer gründlichen Vorreinigung mit dem Hochdruckreiniger. „Dadurch lässt sich gut grober Schmutz entfernen, der in der Waschstraße eventuell den Lack beschädigen könnte“, rät Philipp Sander vom Automobilclub Mobil in Deutschland. Generell sei die erste Wäsche nach dem Winter immer besonders wichtig. Sie sollte eine Unterbodenwäsche beinhalten, damit Streusalz, Split oder Sand umfassend entfernt werden.
 Lack kontrollieren: „Kleinere Beschädigungen lassen sich in der Regel mit speziellen Lackstiften gut beseitigen, ansonsten empfiehlt sich der Weg in eine Fachwerkstatt“, sagt Sander. Lackschäden sollten nie unbehandelt bleiben. „Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich Rostnester bilden, deren Beseitigung dann deutlich teurer wird.“
 Reifen wechseln: Pendeln sich die Temperaturen dauerhaft bei mindestens sieben Grad ein, steht der Reifenwechsel an.
 Bremsen prüfen: Der Reifenwechsel ist auch eine gute Möglichkeit, die Bremsen in Augenschein zu nehmen. Zusätzlich sollten die unter dem Auto verlaufenden Bremsleitungen einer Sichtprüfung unterzogen werden. „Die Konservierung kann durch Rollsplitt kleinere Macken bekommen haben, die bei Einwirkung von Salzwasser zu Korrosion neigen“, sagt Anja Smetanin vom Auto Club Europa (ACE).
 Motorraum checken: „Oft sammelt sich Laub an, wodurch sich schnell eine schleimige Schicht bilden kann“, sagt Smetanin. Daneben sollten die Füllstände von Motoröl, Bremsflüssigkeit und Scheibenwischwasser geprüft und bei Bedarf nachgefüllt werden. Ein Batterietester klärt den Ladezustand der Batterie, Pol-Spray schützt vor Korrosion. Eine Motorwäsche sei nicht zwingend notwendig, sagt Smetanin. Wer sie trotzdem möchte, sollte sie von einem Fachmann machen lassen.
 Wischblätter erneuern: „Durch den Schmutz und das Salz auf der Scheibe sind die Wischerblätter meistens schon ziemlich abgenutzt, früher oder später fangen sie also an zu schmieren“, sagt Sander.
 Innenraum putzen: Dabei auch Winterutensilien wie etwa Eiskratzer und Schneeketten auszusortieren und die Frontscheibe von innen putzen.
 Filter tauschen: Im Innenraumfilter lagern sich Staub, Ruß und Pollen ab. „Ein sauberer Filter verringert die Verbreitung von Keimen und das Sicherheitsrisiko beschlagener Scheiben“, sagt Ulrich Köster von Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK). Spätestens nach 15 000 Kilometern sollte man ihn tauschen.
 Fahrwerk checken: Das Fahrwerk sollte sich ein Fachmann ansehen. „Das gilt besonders dann, wenn man viele Schlaglöcher erwischt hat“, sagt Köster. Dann wurden auch die Stoßdämpfer stark beansprucht, was wiederum den Bremsweg verlängern kann. Auch Querlenker, Federbeine oder Spurstangen können durch Schlaglöcher in Mitleidenschaft gezogen worden sein.

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