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NWZonline.de Ratgeber Motor

Das kann jeder: Notruf absetzen

14.10.2017

Berlin Kommt ein Autofahrer an eine ungesicherte Unfallstelle, ist Anhalten das wichtigste. Darauf weist Stefan Osche vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) hin. „Ich mache mich ansonsten wegen unterlassener Hilfeleistung strafbar.“ Es drohen Geldstrafe, Punkte, Fahrverbot und schlimmstenfalls eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr. Die Pflicht entfällt nur, wenn sie nicht zumutbar ist. Etwa, wenn man sich dazu in Lebensgefahr begeben muss. Den Rettungsdienst und die Polizei zu holen, sei aber immer zuzumuten, sagt Rechtsanwalt Jens Dötsch von der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV).

Der Dreisatz für Ersthelfer lautet: Unfallstelle sichern, Überblick verschaffen und Notruf absetzen. Erst dann beginnen sie mit der Ersten Hilfe. Diese Reihenfolge ist nötig, um sowohl andere als auch sich selbst zu sichern, sagt Dötsch. Eigenschutz geht aber immer vor, sagt Osche. „Man sollte sich nicht selbst in Gefahr bringen.“

Dann verschaffen sich Helfer einen Überblick: Gibt es Verletzte? Wie viele? Wie schwer? „Es ist ganz schwierig für einen Laien zu beurteilen, wann kein Rettungsdienst benötigt wird“, sagt Osche. Dann sei es im Zweifel immer besser, den Rettungswagen zu alarmieren, wenn man den Eindruck habe, dass etwas nicht stimmt. Wichtig ist ferner, den Ort des Unfalls nennen zu können. Wo genau ist der Unfall? Und in welcher Fahrtrichtung? Zwischen welchen Anschlussstellen? Hilfreich: Notruf-Apps fürs Handy, aber auch die Standortabfrage bei Google Maps. Der Notruf geht an die 112.

Ist das getan, folgt die Erste Hilfe. Ihre Kenntnisse dazu frischen Autofahrer am besten alle zwei bis drei Jahre in einem Kurs auf. Angst vor Fehlern müssen Ersthelfer am Unfallort nicht haben: „Der einzige Fehler, den ich machen kann, ist, nichts zu machen“, sagt Stefan Osche. Es seien keine Konsequenzen zu befürchten, wenn dabei Fehler passieren sollten oder etwa Kleidung des Opfers beschädigt wird.

Wenn Ersthelfer selbst verletzt werden, Kleidung zerreißt oder das Auto bei der Absicherung zu Schaden kommt, lässt sich das geltend machen. „Jeder Nothelfer ist für eigene Sach- und Körperschäden automatisch gesetzlich unfallversichert ist“, sagt Dötsch.

Immer wieder behindern Gaffer an Unfallstellen die Rettungsarbeiten. „Das ist vor allem durch die hohe Verbreitung von Smartphones mit Fotofunktion immer mehr zum Problem geworden“, sagt Silvia Darmstädter vom Deutschen Feuerwehrverband. Wer fotografiert, filmt und dazu gar anhält, kann sich strafbar machen. Nämlich dann, wenn die Rettungsarbeiten behindert werden.

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