Bielefeld - Kurt Ahrens sprach kein Wort Englisch, konnte aber so fabelhafte Rundenzeiten vermelden wie die großen Namen seiner Zeit. Bis Freitag saß er im Kran auf dem Schrottplatz des Vaters in Braunschweig, fuhr dann im Auto europaweit zu den Rennstrecken, stand am Sonntag auf dem Podium in Monza und anderswo. Dann ging es wieder heim, um am Montag früh wieder im Kran zu sitzen. Eine unglaubliche Geschichte um einen Weltklassefahrer, der von 1964 bis 1969 im privaten Formel-Auto gegen Jacky Ickx, Jochen Rindt, Graham Hill, Jim Clark und Jackie Stewart siegreich antrat. Auch in der Formel 1 oder im Porsche-Werksteam. Seine Geschichte erzählt im Buch „Kurt Ahrens – Einer dieser verwegenen Kerle“ (ISBN: 978-3-667-12520-0, Delius Klasing Verlag, 29,90 Euro) Eckhard Schimpf grandios auf 144 Seiten.
Buch: Kurt Ahrens – Verwegener Kerl
Kurt Ahrens: „Die Rennen waren praktisch meine Erholung, in den Urlaub reiste ich ja nie.”
DELIUS KLASING
