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NWZonline.de Ratgeber Motor und Verkehr

caravaning: Die eigenen Wände immer mit dabei

29.10.2020

Die Auswirkungen vom Coronavirus haben viele Branchen hart getroffen – vielleicht keine so schlimm wie den Bereich Tourismus. Weil die meisten nun eine Reise mit dem Auto gegenüber der Fernreise vorziehen, das angesparte Geld auf dem Sparbuch eher weniger wird, hat sich die Zahl der Camper in den vergangenen Monaten drastisch erhöht.

Neuer Rekord

Doch bereits 2019 konnte die Branche volle Auftragsbücher vorweisen. Rund 81.000 Neuzulassungen von Freizeitfahrzeugen meldete der Caravaning Industrie Verband (CIVD). Neuer Rekord. Und ein Plus von knapp 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch 2020 wird ganz sicher alle Rekorde brechen, denn zu verführerisch ist das selbstbestimmte Leben auf vier Rädern.

Der Traum vom rollenden Zuhause

Vor allem Wohnmobile werden beliebter, machen bereits zwei Drittel der Neuzulassungen aus. 2007 lagen sie noch gleichauf mit Caravans, die ein Auto ziehen muss. CIVD-Geschäftsführer Daniel Onggowinarso: „Caravaning trifft den Nerv der Zeit und ist inzwischen überall in der Gesellschaft angekommen. Zudem sind die Zinsen niedrig, und die Deutschen reisen gern innerhalb von Europa.“

Immobilien haben schon viele, nun erfüllen sie sich den Traum vom rollenden Zuhause.

trend 1: wir bleiben hier

„Nachhaltiger Tourismus auf dem Land wird der große Gewinner sein“, das sieht auch Professor Dr. Christian Buer so. Er ist Leiter der Fakultät Tourismus und Gastgewerbe an der Universität Heilbronn.

Immer mehr genießen das Touren vor allem durch deutsche Landschaften und Regionen. Lernen Neues kennen, vertiefen Bekanntes. An einem schönen, sonnigen Morgen das Paar an ihrem Auto kurz vor der Abreise zu sehen, hinten dran ein Caravan – oder beim Beladen des Reisemobils – dann ist es schwierig, dem nicht zuzustimmen.

Weil Menschen mit Fernweh nach sicheren Wegen zur Befriedigung ihrer Reiselust suchen, haben die Verkäufer von Caravans und Reisemobilen momentan reichlich zu tun.

Professor Dr. Christian Buer: „Die ‘Generation X’ hat die Welt bereits gesehen. Sie müssen nicht ins Flugzeug steigen, um Neues zu erleben. Wir haben heutzutage auch eine sehr gute touristische Infrastruktur, die in Reichweite des eigenen Wohnorts auf vier Rädern angesteuert werden kann. Und heute sind natürlich viele in Bezug auf ihre Gesundheit dahingehend verunsichert, wohin sie reisen dürfen und ob man von dort wieder leicht nach Hause kommen kann. Sie nehmen ihr eigenes Reisegefährt, weil sie sich so sicherer fühlen, mit niemandem in Kontakt gelangen. Und stellen dann fest, dass dies auch wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll ist“.

Trend 2: mehr jüngere

Die klassische Camper-Zielgruppe war zwischen 50 und 70, für Zuwachsraten sorgen jetzt aber auch deutlich jüngere Reiselustige. Aktuell sind es die Millennials Mitte 20 bis Mitte 30, die sich für Reisemobile und Caravans interessieren, häufig mit Kindern, der Hund soll ebenfalls mit.

Zunächst vor allem als Mieter, später dann als Käufer von gebrauchten oder gleich neuen Wohnmobilen/Caravans. Vor allem junge Familien interessierten sich in den vergangenen Monaten wieder stärker für Caravans. Laut einer Studie des Instituts GfK können sich 22 Prozent der Deutschen vorstellen, in den nächsten fünf Jahren Campingferien zu machen, die Mehrheit davon unter 45 Jahren. Das spartanisch-spießige Camping-Klischee war gestern, heute wird diese Reiseform nur noch positiv gesehen. Bei vielen auch weil sie naturnah ist, ohne Zwänge, eher ungebunden.

Da kommt ein weiterer Trend ins Spiel: Camping auf dem Bauernhof. Man wohnt im eigenen rollenden Mobil und genießt das Landleben. Inklusive Eier und mehr vom Hof.

Tipps für Neulinge

Da gibt es einiges zu beachten, damit es nicht zum Reinfall wird. Ideal für Einsteiger ist das Ausprobieren. Also erst einmal eine kleinere Tour mit dem Mietmobil unternehmen. Eine Woche sollte es schon sein, denn ist das Wetter an einem kurzen Wochenende einfach so richtig mies, kann einem das schon die Laune an dieser Reiseform verderben.

Mit dem Führerschein der alten Klasse 3 (evtl. auf B plus C1 umgeschrieben) dürfen Wohnmobile bis 7,5 Tonnen gefahren werden. Wer „nur“ die neue Klasse B besitzt, muss sich mit Fahrzeugen bis 3,5 Tonnen Gewicht begnügen. Aber auch da gibt es inzwischen richtig geräumige Modelle.

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