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NWZonline.de Ratgeber Motor

Effekte mit LED-Lampen und Laserlicht

03.06.2017

Losheim Am See Wie die Autohersteller hat die Bike-Branche längst erkannt: Licht ist auch ein Designmerkmal, mit dem man Zweiräder spektakulär inszenieren kann. Dazu gehören etwa Laserprojektionen auf die Fahrbahn, wie sie der Fahrradhersteller Batavus für das Rücklicht bei einigen seiner Pedelecs vorgestellt hat. Der Strahler ist laut Hersteller im Akku des E-Bikes integriert und wirft mit zwei Lasern eine rote V-Form hinter das Fahrrad, die zu einer deutlich markierten Schutzzone wird.

Auf eine ganz ähnliche Lösung setzt das US-Unternehmen xFire, das für 30 Dollar (rund 28 Euro) plus Versand eine Rückleuchte verkauft, in der fünf Laserdioden inte­griert sind. Wie ein normales LED-Licht an der Sattelstange befestigt, zieht diese Lampe laut Hersteller einen auf mehr als einen Kilometer hin sichtbaren Korridor aus roten Linien um den Radler und weist so quasi eine Schutzzone aus.

Wer bei dem englischen Unternehmen Blaze für 150 Euro das neue Laserlight bestellt, bekommt nicht nur eine leuchtstarke LED-Lampe für den Lenker. Sondern zum weißen Lichtkegel wirft das Zubehör mit grünem Laserlicht auch noch eine Fahrradsilhouette auf den Boden.

Andere setzen allein auf den Showeffekt. So wie man früher Spielkarten oder Strohhalme in die Speichen gesteckt und damit Lärm erzeugt hat, setzen sich die Räder bei Monkey Lectric oder Kino-Mo mit Licht in Szene. Monkey Lectric aus San Francisco hat dafür etwa ein halbes Dutzend Systeme entwickelt, die ab 50 Dollar (rund 47 Euro) über das Internet versandt werden. Dann gibt es jeweils ein LED-Modul, das zwischen die Speichen geschraubt wird. Dreht sich das Rad, sieht man die Lichtpunkte als Leuchtspuren. Weil die Elektronik die einzelnen Dioden abhängig von Geschwindigkeit und vorgewähltem Programm an- oder ausschaltet, entstehen unterschiedlichste Muster.

Dass man mit solcher Technik nicht nur Show machen, sondern die Sicherheit erhöhen kann, wollen die Revolights aus Kalifornien beweisen. Der Hersteller nutzt vorne vier weiße und hinten vier rote LED-Klammern für die Felgen, die ebenfalls geschwindigkeitsabhängig programmiert sind und für jeweils rund 100 Dollar (rund 94 Euro) die konventionellen Lampen ersetzen. Im Stand noch einzelne Lichtpunkte, verschmelzen sie beim Fahren zu gleißenden Sicheln.

Aber egal, wie bunt man es an seinem Bike treiben möchte, muss man dabei ein paar Regeln beachten, bremst Hans-Georg Marmit von der Sachverständigenvereinigung KÜS den Elan der farbenfrohen Nachtradler. „Die Signalisation an Fahrzeugen, die am Straßenverkehr teilnehmen, ist in der Straßenverkehrsordnung klar geregelt – egal ob Auto oder Fahrrad“, sagt der Experte. „Vorne ist das Licht weiß, hinten rot. Alle anderen Farbspielereien sind nicht erlaubt.“ Damit dürfte das Gros der bunten Lichteffekte zumindest im öffentlichen Betrieb auf deutschen Straßen ausscheiden, urteilt der KÜS-Mann.

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