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Aktualisiert vor 4 Minuten.

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NWZonline.de Ratgeber Motor und Verkehr

Furiose Technik und finanzielle Tragödien bei Citroën

16.11.2019

Köln Es beschäftigte ganz Gallien, als Citroën 1968 auf finanzielle Unterstützung aus dem Ausland angewiesen war. Ausgerechnet der italienische Erzrivale Fiat wollte sich dort einkaufen, wo Modelle wie die futuristische DS und die minimalistische „Ente“ 2 CV Geschichte schrieben.

Für Citroën war es der rettende Befreiungsschlag, um zwei Abenteuer zu finanzieren, die vor 50 Jahren Geschichte schrieben. Zwischen dem Zweizylinder-Trio 2 CV/Dyane/Ami 6 und der repräsentativen DS klaffte eine riesige Lücke im Modellprogramm, die von der avantgardistischen Limousine GS gefüllt werden sollte. Gleichzeitig aber ging es um den Aufbau der größten europäischen Fabrik für Wankelmotoren mit NSU und einen furiosen Maserati-Motor für das künftige Citroën-Flaggschiff SM.

Citroën und NSU gründeten 1967 das Gemeinschaftsunternehmen Comotor SA, das im saarländischen Altforweiler Kreiskolben-Aggregate für Produkte beider Marken bauen sollte. Nach einem Wankel-Pionier, dem Fastback-Coupé Citroën M 35, das ab 1969 in einer Auflage von 267 Einheiten produziert wurde und der Erprobung in Kundenhand diente, sollte die Citroen-Mittelklasse GS Birotor mit Zweischeiben-Kreiskolbenmotor das erste Großserienfahrzeug werden.

Die ursprüngliche Planung sah den Vertrieb des Birotor-Zweischeiben-Wankels unter zwei Marken vor, denn bei NSU sollte das Modell „Grand Série“ GS unterhalb des Ro 80 positioniert werden. Daraus wurde allerdings nichts, denn schon Anfang 1969 verlor NSU seine Unabhängigkeit und kam unter das Dach des VW-Konzerns. Im September 1973 war der GS Birotor die Überraschung auf der IAA und im folgenden April startete endlich die Produktion der exklusivsten und mit 175 km/h schnellsten GS-Version.

Allerdings wurde aus dem CX Birotor gar nichts und aus der geplanten GS-Großserie nur eine winzige Edition. Dies lag vor allem an der ersten Ölkrise, die den Absatz aller verbrauchsintensiven Wankel-Modelle ins Bodenlose stürzen ließ. So kam für die Birotor-Produktion nach einem Jahr und nur 847 Einheiten das Aus.

Im Aus befand sich seit 1975 auch der damals weltweit schnellste Frontantriebs-Pkw, der Citroën SM mit 2,7-Liter-Sechszylinder von Maserati. Die italienische Supercar-Marke hatte in den 1960ern den Typ Quattroporte als rasantesten Viertürer in Serie gebracht, verdiente aber ähnlich wie Citroën nie genug Geld.

So kam es 1968 zu einer verhängnisvollen Affäre zwischen Citroën und Maserati, die den Franzosen zwar das futuristische Flaggschiff SM mit Maserati-Power bescherte, aber zugleich auch tief rote Zahlen.

Während der viersitzige Citroën SM mit 175 PS fast 230 km/h flott war und damit in die V8- oder gar V12-Liga der luxuriösen Konkurrenten vorstieß, bevorzugte der Pariser Élysée-Palast viertürige Repräsentationscabriolets vom Typ SM Présidentielle. Damit wurden alle französischen Präsidenten von Georges Pompidou bis Jacques Chirac chauffiert.

Als die Ölkrise im Winter 1973/74 auch den Markt für Supercars zusammenbrechen ließ, wurde der Citroën SM 1975 eingestellt und gleichzeitig der Konkurs des Officine Alfieri Maserati angemeldet.

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