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NWZonline.de Ratgeber Motor und Verkehr

Bentley baut seit 100 Jahren schnelle Autos

13.07.2019

Köln Bentley, das ist die Geschichte des genialen britischen Automobilpioniers Walter Owen Bentley – von Enthusiasten kurz W.O. genannt – und der legendären Siegesserie der tollkühnen Bentley-Boys mit Blower- und Speed-8-Typen in Le Mans. Die am 10. Juli 1919 vom Maschinenbauer, Jagdflieger und Rennfahrer W.O. im Londoner Stadtteil Cricklewood gegründete Luxus-Marke ist vielleicht mit noch mehr faszinierendem Drama besetzt als Rolls-Royce und Bugatti.

W. O. Bentley importierte ab 1912 zusammen mit seinem Bruder Henry französische DFP-Modelle, verpasste diesen Leistungssteigerungen und eigene Bezeichnungen wie den legendären Namen Speed, mit dem sich Bentley auf dem Rennkurs in Brooklands Respekt erwarb. Direkt nach Kriegsende konnte W.O. dann den ersten eigenen Bentley-Sportwagen in Fahrt bringen, den Typ 3,0-Liter mit revolutionärem Vierzylinder-16-Ventil-Motor und Leichtmetallkolben.

In den Folgejahren entwickelte sich Bentley Motors zum britischen Epizentrum innovativer Rennwagen mit Vier- und Sechszylinder-Aggregaten. Darunter waren der Bentley 6 1/2 Litre von 1926, der 4 1/2 Litre von 1929 und der gigantische 8 Litre von 1930. Darüber hinaus gab es die global erste 100-mph-(160 km/h)-Vmax-Garantie für diesen Luxusliner. Aber es fehlte diesem Flaggschiff am Talent, rasche Gewinne einzufahren. Nur so hätte 1931 die Insolvenz der Firma abgewendet werden können.

Schon 1925 drohte W.O. die erste Pleite, aber damals wurde Woolf Barnato zum Retter. Barnato kam aus der Mitte der bis heute unvergessenen Bentley Boys, einer Reihe reicher, motorsportverrückter junger Männer, die ihre Rennwagen bei Bentley kauften und damit nicht weniger als vier Siege bei den 24 Stunden von Le Mans errangen. 1931 aber war für Barnato Schluss, da er nicht das gesamte Vermögen seiner Familie verbrennen wollte.

Neuer Herr im Hause Bentley wurde 1931 Rolls-Royce. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlagerte man die Bentley-Produktion in ein neues Werk nach Crewe, das bis heute Bentley-Sitz ist. Rolls-Royce pflegte lange Jahre den sportiven Nimbus seiner Neuerwerbung, was sich in Modellen wie dem Coupé R Continental oder der Limousine S2 Continental Flying Spur aus den 1950er Jahren zeigte. In den 1980er Jahren fand die Marke mit Turbos bei Mulsanne und Continental zurück zu alter sportlicher Leistungsstärke und steigenden Verkaufszahlen.

In den 1990er Jahren war Bentley wieder bei seinen Wurzeln und hievte das bis zu 5,34 Meter lange und 2,5 Tonnen schwere Continental Coupé auf 280 km/h Höchstgeschwindigkeit. Bentley war so attraktiv, dass Ferdinand Piëch die Marke ins VW-Imperium integrierte. Mit einer beachtlichen Modelloffensive führte VW das Erbe von W.O. zurück an die Spitze der populärsten High-End-Automobile: Seit ihrem 50. Thronjubiläum im Jahr 2002 fährt sogar Queen Elizabeth II eine Bentley Staatslimousine. In Le Mans sicherte sich Bentley ein Jahr später mit dem EXP Speed 8 den sechsten Sieg, und der Continental GT glänzte nicht nur durch stolze Absatzzahlen, sondern auch als schnellstes viersitziges Coupé der Welt. Superlative liefert seit 2016 der Bentayga, das erste SUV dieser Klasse und als 306 km/h flinker Bentayga Speed aktuell rasantestes Schwergewicht der Welt.

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