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NWZonline.de Ratgeber Motor und Verkehr

Kadett D – Opels erster mit Heckklappe

12.10.2019

Köln Der frontangetriebene Kadett D musste vollkommen neu gedacht werden. Unter der Führung des langjährigen Entwicklungschefs Friedrich W. Lohr machten die Rüsselsheimer ihren damaligen Konzern-Bossen bei General Motors klar, dass nur die Kombination aus Frontantrieb und Quereinbau des Motors zum klassengrößten Innenraum bei kompakten äußeren Abmessungen führt. Die Hartnäckigkeit von Lohr führte fünf Jahre später zum Erfolg – und brachte dem FWD (Front-Wheel-Drive) den konzerninternen Rufnamen „Fritz will das“ (FWD) ein. Fortan gab es bis zur Mittelklasse nur noch FWD-Opel.

Die Suche nach mehr Raum hatte also Erfolg, und die Fachpresse feierte den Kadett D 1979 als Revolution. Gegenüber dem konservativen Stufenheck-Vorgänger war der neue Schrägheck-Kadett 13 Zentimeter kürzer, trotzdem wuchs der Radstand um über zehn Zentimeter auf 2,51 Meter, womit der preiswerteste Opel sogar den Klassenprimus Golf um elf Zentimeter übertraf. Unter die Heckklappe des Kadett passten passable 402 Liter Kofferraumvolumen. Für Firma und Freizeit gab es noch den traditionellen Kadett Caravan, erstmals optional mit fünf Türen und mit Sondermodellen, die jede Nische ins Visier nahmen.

Das Frontdesign mit trapezförmigen Scheinwerfern – nur die Basisversion nutzte billige runde Lampen – sollte einen Hauch Premium vermitteln. Dazu passte die noble Topausstattung mit italienischem Namenscode „Berlina“. Familien-Coupés wie noch beim Kadett C waren zwar Geschichte, dafür gab es nun einen dreitürigen Kadett SR mit Spoilern, Kotflügelverbreiterungen und breiten Alurädern. Ein Auto, das trotz frischer OHC-Motoren viel schneller aussah als es war, arbeiteten doch nur 75 PS unter der Haube.

Erst 1983 zündete Opel die schnellste Ausbaustufe des Kadett. Der 187 km/h flotte GTE setzte 115 PS aus 1,8-Liter-Hubraum frei und wirkte im Vergleich zum Kadett SR wie eine Kanonenkugel. Trotzdem konnte der nur eine Tonne wiegende Opel dem erneuerten Golf GTI lediglich beim Spurt auf Tempo 100 Paroli bieten, in der Vmax und in den Verkaufszahlen fuhr er ebenso hinterher wie der Ford Escort XR3i. Wenigstens konstatierte die Fachpresse, dass der Kadett GTE „in schnellen Kurven wie Kaugummi haftete“.

Für günstige Verbrauchswerte in jenen Jahren nach der zweiten weltweiten Erdölverknappung sorgte die neue Benzineinspritzung LE-Jetronic im Zusammenspiel mit einer damals noch innovativen Schubabschaltung. 5,7 Liter verbrauchte der Kadett GTE nach der DIN-Norm und damit nur wenig mehr als der gleichzeitig eingeführte 55- PS-Diesel.

Den Frontantriebs-Vorsprung des Wolfsburger Wettbewerbers konnte Opel mit maritimer Modellbezeichnung einholen, zum Überholen reichte es noch nicht. Das galt auch für die Qualität, denn während der 1983 lancierte VW Golf II bis heute im Straßenbild präsent ist, raffte Gevatter Rost die Kadett D schnell dahin. Erst der 1984 lancierte Opel Kadett E machte auch das besser – und übergab 1991 den Stab an den Astra.

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