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NWZonline.de Ratgeber Motor und Verkehr

Jetzt kommen die Kleinen mit Batterie

20.07.2019

Köln Die Elektro-SUV sind vorausgefahren, nun kommen die Batterie-Kleinwagen. In den kommenden Monaten starten gleich fünf Modelle zu ähnlichen Preisen, aber mit unterschiedlichen Fähigkeiten.  Mini Cooper SE: Geringes Gewicht statt großer Reichweite – der Mini Cooper SE will auch in der neuen Elek­trovariante eher Spaß- als Reiseauto sein. Die BMW-Tochter transplantiert seinem Lifestylemobil daher eine mit 32,6 kWh vergleichsweise kleine Batterie, die aber leicht ausfällt, sodass der Zweitürer in der E-Variante nur 150 Kilogramm mehr auf die Waage bringt als das konventionelle Modell. Der Stromvorrat reicht in der Theorie für bis zu 270 Kilometer Strecke (NEFZ), danach kann er entweder mit bis zu 11 kW an der Wallbox/AC-Ladesäule oder mit 50 kW an Schnellladestationen aufgefüllt werden. Die Preise starten bei 32 500 Euro, die Auslieferung beginnt im Frühjahr.
 Opel Corsa E/Peugeot 208 E: Wo der Mini das spaßige Kurzstreckenmobil gibt, setzen Opel Corsa E und Peugeot E-208 auf Massen- und Alltagstauglichkeit. Der E-Antrieb ist bei den beiden künftig weitgehend baugleichen fünftürigen Kleinwagen eine Option unter mehreren und soll sich bei Reichweite und Preis nicht zu sehr aus den Grenzen der Baureihe entfernen. Die Batterie fällt mit 50 kWh größer aus als beim Mini, ebenso die Reichweite von 330 Kilometern (WLTP). Die Motorleistung ist mit 100 kW/136 PS hingegen etwas geringer. Preislich darf Opel sich dabei mit 29 900 Euro zumindest auf dem Papier leicht unterhalb des rund 500 Euro teureren Peugeot positionieren. Die Auslieferungen starten Anfang 2020.
 Honda e: Der kleine Nippon-Stromer könnte zum Sympathieträger auf dem E-Automarkt werden. Neben dem knuffigen Retrodesign dürften auch der dynamische Heckantrieb, die knackigen Abmessungen (3,90 Meter) und der 110 kW/150 PS starke Motor Begehrlichkeiten wecken – und unter Umständen den einen oder anderen Mini-E-Käufer zum Nachdenken bringen. Auch beim Akku geht der Japaner einen ähnlichen Weg wie die BMW-Tochter, beschränkt sich auf 36 kWh und eine Reichweite von 200 Kilometern (WLTP). Geladen wird mit bis zu 50 kW an DC-Schnellladern. Weniger als 35 000 Euro dürfte der Fünftürer nicht kosten, wenn er 2020 zum Händler kommt. Für Deutschland ist nur eine begrenzte Stückzahl von rund 1500 Einheiten vorgesehen.
 Renault Zoe: Während Mini, Honda und PSA erst jetzt ernst gemeinte E-Kleinwagen ins Rennen schicken, geht der Renault Zoe bereits in sein achtes Jahr. Ein umfangreiches Lifting soll den fünftürigen Franzosen nun fit machen für die wachsende Konkurrenz, unter anderem mit einer optionalen Langstreckenbatterie. Der neue 52 kWh-Akku erlaubt theoretisch Fahrten bis zu 390 Kilometern (WLTP), alternativ ist eine 41 kWh-Version mit 316 Kilometern Reichweite zu haben.

Besonderheit des Franzosen bleibt seine hohe AC-Ladeleistung von 22 kW, die das Aufladen schnell macht. Für das DC-Schnellladen mit bis zu 50 kW ist erstmals ein CCS-Anschluss an Bord, der in Deutschland gebräuchlichste Standard. Die Preise für die 52-kWh-Variante starten bei 31 990 Euro, mit dem kleineren Akku kostet der Renault ab 29 990 Euro.

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