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NWZonline.de Ratgeber Motor und Verkehr

Computerzentrale steckt im Kofferraum

07.09.2019

Lippstadt /Berlin Schritt für Schritt bewegt sich die Automobilbranche in Richtung autonomes Fahren. Eine wichtige Rolle spielen dabei Zulieferer wie Hella. Vom Unternehmenssitz in Lippstadt aus wird die Entwicklung von Sensoren gesteuert, um beispielsweise das automatisierte Parken als eine Teilfunktion des autonomen Fahrens zu realisieren.

Während einfache und bereits zugelassene Systeme wie zum Beispiel der Spurwechselassistent mit einer geringen Anzahl an Sensoren auskommen, sind für die anspruchsvollen Funktionen des automatisierten Fahrens verschiedene Sensoren notwendig, die zusammenwirken.

Hellas Tochterunternehmen Aglaia in Berlin arbeitet vor allem an der Kamerasoftware und führt diese Entwicklungen mit der Radar- und Körperschallsensorik aus Lippstadt zusammen. „Wir bauen auf die Hardware für Sensorik auf und integrieren sie ins Fahrzeug“, erklärt Lars-Peter Becker, Programmmanager bei Hella Aglaia.

Gearbeitet wird in Berlin nicht nur am Schreibtisch. In einer Testwerkstatt steht ein umgebauter Mittelklassewagen bereit, der die Umgebung über Sensoren und Kameras wahrnimmt. Der Testwagen fährt ohne Insassen von draußen in die Werkstatt hinein und parkt präzise in eine Lücke ein. Die Radarsensoren registrieren dabei zum Beispiel bewegliche und unbewegliche Objekte im Umfeld des Autos, messen die Größe der Parklücke und die Höhe des Bordsteins.

Um aus den Umgebungsdaten die richtigen Manöver ableiten zu können, steckt im Kofferraum ein Steuercomputer, in dem die Daten aller Sensoren mithilfe einer Software zusammenlaufen. Die Testläufe liefern wertvolle Daten, die von Beckers Team analysiert und aus denen weitere Entwicklungsschritte abgeleitet werden.

Je höher das Automatisierungslevel, desto komplexer werden nach Aussagen des Experten die Funktionen. Damit steigen auch die Ansprüche an die Datenverarbeitung. Da immer höhere Rechenleistungen gefragt seien, werde es für die Umsetzung des automatisierten Fahrens spezielle und sehr leistungsstarke zentrale Recheneinheiten im Fahrzeug geben.

„Die automobile Zukunft wird maßgebend von Programmierern und Softwareentwicklern geschrieben“, so Lars-Peter Becker. Schließlich sei es am Ende eine Software, die die Sensordaten bündelt, auswertet und auf dieser Basis Funktionen des automatisierten Fahrens umsetzt.

Auf dem Weg zum automatisierten Parken sieht Lars-Peter Becker von Hella Aglaia verschiedene Lösungsansätze. Parkhäuser lassen sich mit Sensoren ausstatten, die mit einem Netzwerk im Gebäude kommunizieren. Dieses wiederum gibt die Informationen an das Auto weiter. Das Fahrzeug selbst hat dem Experten zufolge in diesem Fall allerdings keine so hohe Intelligenz und kann nicht auf allen beliebigen Parkplätzen eigenständig eine Lücke suchen.

„Unser Bestreben ist daher, dass das Fahrzeug selbst die Entscheidung trifft und es nicht von der Infrastruktur abhängig ist“, betont Becker. Seiner Einschätzung nach ist die Variante mit dem intelligenten Parkhaus nur eine Zwischenlösung.

„Autos müssen in Zukunft auch vom Gesetz her bessere Assistenzsysteme für mehr Sicherheit haben. Somit sind sowieso mehr Sensoren verbaut“, gibt Becker zu Bedenken. „Dann ist es logisch, dass man mit den Sensoren auch versucht, assistiert oder automatisiert zu parken.“

Bosch und Daimler haben kürzlich für das automatisierte Parksystem im Parkhaus des Mercedes-Benz Museums in Stuttgart die Freigabe der zuständigen Behörden in Baden-Württemberg erhalten. Besucher können den innovativen Einparkservice im Alltagsbetrieb live erleben. Alltagstauglich ist das System aber trotz Zulassung nicht. Es funktioniert nur mit speziell ausgerüsteten Fahrzeugen.

Daimler arbeitet nach eigenen Angaben an der Serienreife des automatisierten Parksystems. Allerdings lässt die Rechtslage ein alleinfahrendes Auto ohne jegliche menschliche Überwachung noch nicht zu.

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