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NWZonline.de Ratgeber Motor und Verkehr

Maserati Grancabrio Sport: Einer der letzten seiner Art

06.06.2019

Das gilt besonders für das Maserati Gran Cabrio Sport, einem der letzten Überlebenden aus der Ära der Supersportwagen, die ihre Leistung ohne Kompressor und Turbo, sondern ganz schlicht über die Drehzahl generieren.

Wer sich diesem Auto mit dem gebotenen Respekt nähert, dem mag die Ouvertüre befremdlich erscheinen: Kein Keyless-Go beim Öffnen der Türen, kein Starterknopf, der das Triebwerk zündet. Stattdessen ein profaner Schlüssel, wie er von jedem Mittelklasse-Fiat der 1990 Jahre bekannt ist, in diesem Fall geadelt durch das Logo mit dem Dreizack. Das macht den Unterschied.

Dieser Schlüssel kann ein Inferno entfachen, das Keyless-Go und andere Erfindungen der Neuzeit so überflüssig wie ein Kropf erscheinen lässt. Es ist das Triebwerk, das alles andere vergessen macht und schon den Startvorgang zum Erlebnis werden lässt. Eine Komposition unterschiedlicher Geräusche vom kraftvollen Brabbeln übers Trompeten bis zum heiseren Bellen, jeder Gasstoß unterschiedlich intoniert. Ma Donna mia!

Obwohl die für die Komposition dieses Klangerlebnisses verantwortlichen Triebwerks-Konstrukteure ganz sicher ähnlich ticken wie die Maserati-Käufer, haben sie auch an deren möglicherweise musikalisch weniger begabten Nachbarn gedacht: Beim Starten lässt sich die Auspuffklasse schließen. Das Anlassen wird so nicht zum Weckruf für das Viertel. Aber es bleibt genug für Emotionen und die Vorfreude auf die Drehzahlorgien, die diese Sportmaschine ermöglicht: Hier geht’s noch bei Umdrehungen zügig vorwärts, wenn andere Motoren schon die Kolben durch den Block stecken.

Soviel Adrenalin braucht man nicht immer. Wer mag, kann den Maserati auch ganz kommod über die Landstraßen bewegen. Diese Rennmaschine kann auch Boulevard. Außerhalb der Ortschaften reicht dann ein kurzer Gasstoß zur Ausschüttung der Endorphine. Glücksgefühle lassen bei diesem Auto aber auch anders herbeiführen. Etwa durch das Öffnen des Dachs. Schließlich zeigt schon die Modellbezeichnung, dass es sich um ein Cabrio handelt. Um ein bildschönes, um auch der Optik gerecht zu werden: Exterieur und Interieur verraten die italienische Handschrift. Zeitlose Linien, ohne die heute vielfach übliche Aufschneiderei. Maserati will nicht Premium sein. Maserati ist Premium.

Trotz allem: Kernstück dieses Automobils ist der Motor, bis auf die etwas zivileren Nockenwellen ist er baugleich mit dem Triebwerk von Ferrari, früher dem größten Konkurrenten der Marke mit dem Dreizack. Heute gehören beide zum gleichen Konzern mit etwas unterschiedlicher Ausrichtung: Ferrari betont die sportliche Note, Maserati verbindet Sportlichkeit mit Eleganz. Da sind wir wieder bei den Wurzeln klassischer Grand Tourisme Fahrzeuge: Mit dem 1500 GT präsentierte das vor dem ersten Weltkrieg auf Rennwagen spezialisierte Unternehmen 1947 das erste Serienfahrzeug, das zum Vorläufer einer ganzen Gattung werden sollte und den Mythos der Marke festigte.

Mit dem Gran Cabrio Sport neigt sich das Kapitel der Hochdrehzahlmotoren dem Ende zu. 460 PS auf aus 4,7 Liter Hubraum ohne Aufladung bedingen die Präzision eines Schweizer Uhrwerks. Kurz nach einem Update zum Jahreswechsel, der vor allem der Auffrischung des Infotainments diente, hat Maserati jetzt die Produktion eingestellt.

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