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NWZonline.de Ratgeber Motor und Verkehr

Kompakte SUV liegen in USA vorn

14.04.2018

New York Die New York International Auto Show rückt mehr und mehr auch in den Fokus der internationalen Autobranche. Das ist nicht verwunderlich: Jedes Frühjahr strömen etwa eine Million Besucher in das Convention Center in Manhattan. Die Messe am Hudson River gilt damit als eine der am besten besuchten US-Autoshows. Einmal mehr stehen SUV im Mittelpunkt.

Volkswagen nutzt die noch bis morgen andauernde zehntägige Auto Show erstmals zur Premiere von gleich zwei Konzeptautos, präsentiert den Atlas Cross Sport und den Atlas Tanoak. In Serie geht zumindest der Cross Sport, ein fünfsitziges Coupé, das auf dem 2017 in den USA eingeführten SUV Atlas basiert. „Wir wollen die Baureihe zu einer Familie ausbauen“, sagt Hinrich J. Woebcken, Leiter der Region Nordamerika der Marke VW. Ob dazu auch der Tanoak gehören wird, ist offen. Stolze 5,44 Meter misst der „Midsize“-Pick-up.

Mittelgroße Pritschenlaster sind in den USA im Kommen. Die Lieblinge der Amerikaner bleiben aber kompakte SUV. Das lockt sogar Cadillac: Gegen BMW X1, Mercedes CLA und Audi Q3 will die Premium-Marke von General Motors ihren XT-4 antreten lassen, der mit einer Länge von 4,60 Metern zum kleinsten Modell in der Geschichte von Cadillac wird. Für den XT-4 wurde extra eine neue Plattform entwickelt. Debüt feiert zudem ein komplett neuer Zweiliter-Turbobenziner mit hochmoderner Ventilsteuerung und Zylinderabschaltung.

Im Herbst soll das SUV in den USA in den Handel gehen, für umgerechnet unter 30 000 Euro. „Europa ist Ende 2019 dran“ sagt Steven Mertes vom Cadillac Produkt-Marketing, „dort werden wir den XT-4 sogar mit Dieselmotor anbieten.“

Der Titel „Bestseller im Kompakt-SUV-Segment“ ging im vergangenen Jahr in den USA mit mehr als 400 000 verkauften Autos an den Toyota RAV 4. Der japanische Autohersteller hat zur Messe die fünfte Generation mitgebracht. Neu ist der 197 PS starke Hybridantrieb mit 2,5-Liter-Benziner und Elektromotor an der Hinterachse. Alternativ bietet Toyota den 4,60 Meter langen RAV 4 mit einem Zweiliter-Benziner an, einen Diesel wird es nicht geben. Warum auch: 80 Prozent der Kunden wählten beim Vorgänger Hybrid.

Mercedes ließ bereits am Abend vor Messebeginn in seinem Verkaufstempel am Hudson River die überarbeiteten AMG-Modelle der C-Klasse sowie das viertürige GT Coupé und den neuen G 63 auffahren. Die Schwaben haben in Amerika voriges Jahr 337 000 Autos verkauft und sich damit erneut den Titel „Premiummarke Nummer 1 in den USA“ gesichert – vor BMW und Lexus.

Auch das Thema Performance kommt auf der Auto Show in New York nicht zu kurz. Audi hat das Tuch vom RS 5 Sportback in exklusivem Grünmetallic gezogen, unter dessen Haube der bekannte 2,9-Liter-Biturbo-V6 mit 450 PS sitzt. Deutsche Kunden werden sich aber noch bis 2019 gedulden müssen.

Cadillac packt nochmals 100 PS drauf und hat als zweite Messe-Neuheit den CT-6 V-Series mitgebracht. Die kraftvolle Limousine soll den Modellen von Mercedes-AMG, BMW M und Audi Sport Konkurrenz machen. Hierzu entwickelten die Cadillac-Ingenieure extra einen 4,2-Liter-Twinturbo-V8 mit 550 PS und 850 Newtonmetern Drehmoment.

Die exakt gleiche Leistung treibt fortan Jaguars Bestseller-SUV, den F-Pace als SVR-Variante an. Für den F-Pace SVR (Special Vehicle Racing) verspricht Jaguar eine Höchstgeschwindigkeit von 283 km/h und eine Beschleunigung von null auf 100 km/h in 4,3 Sekunden – das ist Porsche-Carrera-Niveau. Entwickelt wurde das Modell vom hauseigenen Geschäftsbereich Special Vehicle Operations.

Das Nachsehen auf der Auto Show haben die alternativen Antriebe. Schuld dürften die billigen Spritpreise in den USA sein. Der Liter kostet umgerechnet rund 50 Euro-Cent. Honda zeigt zumindest etwas Engagement mit den neuen Hybridlimousinen Accord und Insight und bietet zusammen mit den drei Clarity-Varianten (Brennstoffzelle, Elek­tro und Plug-in-Hybrid) insgesamt fünf elektrifizierte Modelle an. Keines allerdings wird nach Deutschland kommen.

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