Oldenburg - Hand aufs Herz: Wer kennt 30 Jahre nach seiner Fahrprüfung noch wirklich alle aktuellen Regeln im Straßenverkehr? Mit „Ich“ werden sicherlich wenige auf diese Frage antworten. Kein Wunder, denn ständig kommen neue Regeln drauf, zuletzt brachte die Novelle der Straßenverkehrsordnung 2021 einen Schub an Veränderungen. Viele wurden leider nicht wahrgenommen. Daher empfehlen Experten, das Führerscheinwissen regelmäßig auf den neuesten Stand zu bringen.

„Wie im Beruf ist heute auch im Straßenverkehr lebenslanges Lernen gefragt. Manche überholte Regel gilt es über Bord zu werfen, offen für Neues sein ist wichtig. Wir empfehlen, das Wissen im Straßenverkehr immer wieder aufzufrischen. Wer häufiger auf Regelungen oder Beschilderungen stößt, die Stirnrunzeln verursachen, ist gut beraten, sich etwas genauer damit zu beschäftigen“, sagt Thomas Riedel, bei der Dekra Leiter des Bereichs Fahrerlaubniswesen.

Das ist so einfach wie noch nie zuvor. Im Internet ist man mit wenigen Suchbegriffen meist schnell am Ziel. Auch wer regelmäßig in seine Tageszeitung schaut, wird in der Regel zumindest über die wichtigsten Neuerungen informiert.

Wer es genauer wissen und sich auf den Stand heute bringen will, installiert sich eine Führerschein-App aufs Smartphone oder greift ganz klassisch zum Buch (z.B. Heel Verlag: Das große Buch der Verkehrszeichen für 6 Euro).

Sind Informationen aus erster Hand gefragt, hilft die Fahrschule. Ausgewählte Lektionen des theoretischen Unterrichts und/oder Auffrischungs-Fahrstunden sind hilfreich für alle im Straßenverkehr, dafür muss sich keiner schämen, egal, wie alt er ist.

Das betrifft gleichermaßen die Einführung neuer Hilfssysteme zur Vermeidung von Unfällen. Auch diese erfordern eine ständige Bereitschaft, Neues zu erlernen. Damit jeder deren Sicherheitspotenzial im Auto auf die Straße bringen kann, ist das Verstehen der Handhabung wichtig.

Bei den Führerschein-Aspiranten von heute werden solche Kenntnisse bei der Fahrerlaubnis-Prüfung schon seit Mitte 2022 verlangt. Die sollten auch „alte Hasen” kennen, wenn sie ein neueres Auto fahren.