OLDENBURG - Musste man früher tief in die Tasche greifen, sind Geländewagen auch wegen des vereinfachten Antriebs heute ein vergleichsweise preisgünstiges Vergnügen. Los geht es zum Beispiel mit Fahrzeugen wie dem Dacia Duster bereits ab 11 190 Euro. Der Fiat Panda 4x4 steht vor dem Generationswechsel mit 13 890 Euro in der Liste, den Suzuki Jimny gibt es für 14 990 Euro, und der Skoda Yeti steht für 19 000 Euro in der Preisliste. Und wenn es etwas mehr Lifestyle sein soll, gibt es ab 15 690 Euro den Nissan Juke als kleines SUV-Coupé beim Händler.

Auf der Motorshow in Tokio zeigte VW das Cross Coupé, das mit 4,35 Metern etwas kürzer als der VW Tiguan ist. Es hat zwar vier Türen, sieht aber deutlich sportlicher aus als ein konventioneller Geländewagen.

Angetrieben wird die Studie laut VW von gleich drei Motoren: Im Bug arbeiten ein Benziner mit 150 PS und ein Elektromotor mit 54 PS, die alleine oder gemeinsam auf die Vorderachse wirken. Ist Allradantrieb vonnöten, schaltet sich ein Elektromotor mit 115 PS an der Hinterachse zu. Bis zu 201 km/h schnell, verbraucht das CrossCoupé im Normzyklus 2,7 Liter (CO2-Ausstoß: 64 g/km). Rein elektrisch fährt es bis zu 45 Kilometer weit.

Während VW nur wenig Hoffnung auf eine schnelle Serienumsetzung macht, geht Opel weiter: „Im Frühjahr zeigen wir zum ersten Mal einen kleinen Geländewagen auf Basis des Corsa“, sagt ein Pressesprecher in Rüsselsheim. Premiere feiern solle der kleine Bruder des Antara auf dem Genfer Autosalon im März. Ebenfalls beschlossene Sache ist nach Angaben von Fiat in Turin auch die Allradversion des neuen Panda.

Bei Audi übt man sich noch in Gedankenspielen: Nach Q 7, Q 5 und Q 3 ist ein Q 1 nicht unwahrscheinlich, zumal Entwicklungsvorstand Michael Dick für den A1 gerade eine Version mit Allradantrieb angekündigt hat, der als technische Basis herhalten könnte.

Selbst Porsche folgt dem Trend zu kleineren Autos: Zwar wird es so schnell keinen wirklich kleinen Geländewagen aus Zuffenhausen geben. Aber immerhin hat Porsche Chef Matthias Müller wiederholt einen kleinen Bruder des Dickschiffs Cayenne bestätigt.

Und im Segment der kompakten Geländewagen ist weitere Bewegung: So hat Ford auf der Autoschau in Los Angeles gerade den neuen Espace enthüllt, der mit größerem Format und kleinerem Verbrauch im Sommer als zweite Generation des Kuga auch nach Europa kommt. Honda stellt für den Genfer Salon die nächste Auflage des CR-V in Aussicht, den man als US-Modell ebenfalls schon in Los Angeles sehen konnte.

Mazda startet im Frühjahr mit dem CX-5. Und die Franzosen versuchen es mit einem Zwillingspärchen: Abgeleitet vom Mitsubishi ASX bringt Peugeot den 4008 und Citroën den C4 Aircross. Beide Autos feiern ihre Weltpremiere den Herstellern zufolge ebenfalls in Genf und sollen noch vor dem Sommer an den Start gehen.