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NWZonline.de Ratgeber Motor und Verkehr

50 Jahre Opel Manta: Spielfilm setzt ihm ein Denkmal

25.01.2020

Köln Vor 50 Jahren fand Opel zwischen Kadett und Rekord genügend Raum für eine eigenständige Reihe, die Modelle Ascona und Manta. Schnelles Fließheck, lange Motorhaube und eine Doppelscheinwerfer-Front im Stil italienischer Supersportler, dazu ein Schwung in Flanken und Motorhaube wie beim Manta-Rochen aus den Filmen des Meeresforschers Jacques Cousteau: Fertig war ein verführerisches Coupé „für junge Familienväter, denen der Opel GT zu klein ist und für Frauen, die sportliche Fahrzeuge mit Chic bevorzugen“, wie das Opel-Marketing 1970 bei der Pressepremiere erklärte.

Tatsächlich sind es nicht nur gut gepflegte Oldtimer, die das fast zwei Jahrzehnte lang gebaute Opel-Coupé bis heute vor dem Vergessen bewahrt haben. Es ist vor allem das Lebensgefühl, mit dem der Manta die Menschen bewegte und das unlängst sogar im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in einer Ausstellung gewürdigt wurde. Im Mittelpunkt stand dabei die im Kult-Film „Manta, Manta“ liebevoll inszenierte Kultur der von Bastlern und Tunern mit Fuchsschwanz, Spoilern oder Kenwood-Aufklebern transformierten Manta, deren Fahrer den Namen Manni tragen, Ruhrpott-Slang sprechen, eine blonde Friseurin als Beifahrerin haben und sich gerne des Ausrufs „Boah Ey!“ bedienen.

Der Opel Manta wurde ab 1966 als Nachfolger des Kadett B Coupé entwickelt, dann aber zusammen mit der Limousine Ascona eine Klasse höher positioniert. Schnelle Autos waren Statussymbole in der Wohlstands- und Leistungsgesellschaft um 1970 und dafür genügte es manchmal, lediglich flott auszusehen. Deshalb erhielt der Manta Insignien wie runde Rückleuchten im Stil des scharfen Opel GT und eine langgestreckte, optional mattschwarze Motorhaube, unter der sich harmlose Vierzylinder verbargen mit Leistungswerten zwischen 50 kW/68 PS und 66 kW/90 PS.

Später ergänzte sogar eine Sparversion mit 44 kW/60 PS das Portfolio. Für Furore sorgte der Manta durch Eleganz im italienischen Stil. So adaptierte die Doppelscheinwerfer-Front Designmerkmale von Fiat- und Ferrari-Sportwagen und mit der 1972 nachgeschobenen, luxuriös angehauchten Ausstattungslinie Berlinetta gewann der Manta eine große weibliche Fangemeinde. Trotzdem musste das Opel Coupé irgendwann auch die Power-Attribute eines Männerautos aufnehmen und so gab es den Manta ausgerechnet zur ersten Ölkrise als 190 km/h schnellen GT/E mit dem ersten Vierzylinder-Einspritzmotor der Opel-Historie.

Im Gegensatz zu vielen frontgetriebenen Coupés wie VW Scirocco, Fiat 128 Berlinetta oder Alfasud Sprint vertraute der Manta B weiterhin auf konservativen Hinterradantrieb und überlebte damit sogar den technologischen Sprung im eigenen Haus, als 1981 der neue Ascona C die Kraft endlich an die Vorderräder leitete. Die Manta-Käufer störte das Klammern an Traditionen nicht, sie liebten den auch im Motorsport viel Staub aufwirbelnden Hinterrad-Quertreiber. Und wer es alltagsfreundlicher wollte, konnte ab 1978 den Manta CC mit praktischer Heckklappe ordern. Eine Ladeluke, die den preiswerten Opel auch gegen neue Konkurrenten der 1980er Jahre bestehen ließ wie Renault Fuego, Volvo 480 oder Mitsubishi Cordia.

Die allerletzten Manta wurden 1989 neu zugelassen, bereits mit ungeregeltem Abgaskatalysator und nur kurz vor dem Debüt des Calibra. Das aerodynamische Coupé stand für eine neue Ära sportiver Opel, während der eingestellte Manta weiterhin die Lust an Provokation pflegte.

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