Frankfurt - An einem wie ihm hätte auch Firmengründer Carlo Abarth (1908–1979) seine wahre Freude gehabt. Denn der Abarth 124 Spider bietet eine Menge: 170 PS zum Beispiel, einen „Null-auf-100“-Sprint in nur 6,8 Sekunden, einen richtig sportlichen Auftritt sowie einen ebenso sportlichen Motorenklang. Und das alles für exakt 40 000 Euro – ein fairer Preis.
Denn die Serienausstattung kann sich sehen lassen: Sie umfasst unter anderem Klimaanlage, 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, das MP3-Radio, Leder-Sportsitze, ein Sportfahrwerk von Bilstein sowie die vierflutige Sportabgasanlage, die laut Fiat „den Klang des Rennsports“ verbreitet“. Nun ist das mit diesem Klang aber so eine Sache – und eine ausgiebige Probefahrt dringend ratsam. Es dröhnt nämlich derart laut, dass es viele Interessenten als störend empfinden dürften.
Die 170 PS haben mit dem flotten Italiener im wahrsten Sinne des Wortes leichtes Spiel, bringt der Spider doch gerade einmal 1060 Kilogramm auf die Waage (Leistungsgewicht 6,2 kg/PS). In 6,8 Sekunden geht es mit der handgeschalteten Version aus dem Stand auf Tempo 100, anschließend auf bis zu 232 km/h, mit der 6-Gang-Automatik (2000 Euro Aufpreis) in 6,9 Sekunden – beachtliche Werte.
Und die Optik stimmt auch. Die Karosserie ist im Vergleich zur Basis Fiat 124 Spider um 15 Millimeter tiefergelegt, die beiden Doppelendrohre der Abgasanlage fallen beim Betrachten der Heckpartie ins Auge, die in rot lackierten Bremssättel, die in grau gehaltene A-Säule und die entweder roten oder grauen Außenspiegelkappen in der Seitenansicht. Wer es mag, kann die Motorhaube und die Hecklappe statt in Wagenfarbe auch in Mattschwarz bekommen. Ohne Aufpreis.
Zu den wenigen erhältlichen, aber sinnvollen Extras gehört zum Beispiel das „Radio Plus“-Paket. Dieses kostet 1290 Euro, umfasst aber nicht nur den 7-Zoll-Touchscreen, sondern auch die Klimaautomatik. Allerdings gibt es das Paket nur in Verbindung mit dem 790 Euro teuren Bose-Soundsystem. Vier der acht Lautsprecher sind in den beiden Kopfstützen verbaut – eine gute Lösung. Auch wenn der „Klang des Rennsports“ den des Bose-Systems nicht so recht zur Entfaltung kommen lässt.
