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NWZonline.de Ratgeber Motor und Verkehr

Tradition: Den Teufel bei den Hörnern packen

19.09.2020

Sant’agata Bolognese Vor 30 Jahren ließ er zum ersten Mal die „Tore zum Himmel“ weit aufschwingen, jetzt kann der Teufel dieses Jubiläum mit einem amtlichen Oldtimer-Kennzeichen feiern. Tatsächlich fühlten sich manche Fachleute an die gefährlichen Hörner des namensgebenden Kampfstieres erinnert, als der Lamborghini Diablo bei seiner Premierenparty einzigartig konturierte Scherentüren aufstieß.

Aufgeladen mit noch unbändigerer Kraft als sein legendärer Vorgänger Countach und ausgestattet mit einer von italienischen Supercars bis dahin unbekannten Zuverlässigkeit, führte der neue Lamborghini Diablo die Vmax-Manufaktur in 1990 kurzeitig aus krisenhaften Zeiten zu gewinnbringenden Zielen.

Schneller Bestseller

Den inoffiziellen Titel „schnellster Seriensportwagen der Welt“ wollten damals viele tragen, neben Ferrari auch Porsche sowie Jaguar, aber auch Bugatti bereitete sich vor, neue Speed-Schallmauern zu brechen ohne Rücksicht auf die Kosten. Anders der Diablo. Ein verlustbringendes Engagement war für den neuen Lamborghini-Eigner Chrysler tabu und so setzte der Diablo nicht nur mit 325,2 km/h einen frischen Bestwert für Straßensportler, er avancierte mit 2 899 verkauften Einheiten auch zu einem Bestseller im Club der schnellsten Fahrmaschinen, scharfe Stiche gegen Maranello inklusive. Die letzten Diablo entstanden unter Audi-Führung, denn die V12-Faszination des Ferrari-Herausforderers war unwiderstehlich – auch für den damaligen VW-Konzernchef und Markensammler Ferdinand Piech.

Sensationeller Radstand

Ultraflach (1,10 Meter), extrabreit (2,04 Meter ohne Spiegel) und dazu mit sensationell großem Radstand (2,65 Meter) präsentierte sich der Diablo schon optisch als extremste Straßenflunder unter den vielen brutal schnellen Tempo-Bolzern jener Ära.

Unter Führung von Lee Iacocca, berühmt geworden als Erfinder des Ford Mustang, kaufte US-Gigant Chrysler den automobilen Stierzuchtbetrieb in Sant’Agata Bolognese. Iacooca ließ das Design des P 132 so lange weichspülen, bis es endlich die amerikanischen Geschmacksnerven berührte und dann enthüllte er den Diablo gemeinsam mit dem Dodge Stealth für zahlungskräftige Kunden in den USA. Dort beeindruckte der Diablo mehr als der 324 km/h rasante Ferrari F40, das rasch ausverkaufte Hightechgerät Porsche 959 oder die angekündigten Renner Jaguar XJ 220 und Bugatti EB110.

337 km/h Spitze

Euphorische Begeisterung hatte bereits die Topspeed von 337 km/h entfacht, mit der Lambo-Prototypen in Nardo reüssierten, aber auch die für das Serienmodell kommunizierten 325 km/h genügten für den Titel des Vmax-Königs. Dieses Tempo ließen sich speedsüchtige Kunden nur zu bereitwillig rund 400 000 Mark kosten, gut ein Drittel mehr als Lamborghini noch für die letzten Countachs aufgerufen hatte.

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