SCIACCA - Wenn das kein gutes Omen ist: Im Verdura Golf & Spa Resort, derzeit Schauplatz der internationalen Presse-Präsentation des neuen Audi A6, hatte sich auch schon die deutsche Fußball-Nationalelf den Schwung für ihren Auftritt bei der Weltmeisterschaft in Südafrika geholt.

Jetzt startet an selber Stätte im Süden Italiens der A6 zu einer Art Titelverteidigung, spricht Audi doch bei seiner erfolgreichen Baureihe der oberen Mittelklasse gerne von der „erfolgreichsten Business-Limousine der Welt“. Hat man im A6 Platz genommen, die Türen geschlossen, stellt sich eigentlich sofort Wohlfühlatmosphäre ein. Der Blick fällt auf die überzeugend gestalteten und vorbildlich ablesbaren Instrumententräger, schweift über das elegante Armaturenbrett und verweilt dann immer wieder an Schaltern und Hebeln, die von jeder Menge Liebe zum Detail zeugen.

Materialauswahl und Verarbeitung sind vom Feinsten, die Platzverhältnisse dank des noch einmal um 80 auf jetzt 2912 Millimeter verlängerten Radstandes außerordentlich. Ein Druck auf den Startknopf des Testwagens erweckt die 177 PS des 2.0 TDI zum Leben. Das Einstiegsmodell der Baureihe, ausschließlich mit Frontantrieb und Handschaltung, ab 38 500 Euro ist in der Modellpalette sicherlich nicht die erste, aber wohl auch keine schlechte Wahl. Denn selbst der für ein Auto dieser Klasse kleine Diesel (0-100 km/h in 8,8 Sekunden, Spitze 224 km/h, 4,9 l/100 km) verrichtet seinen Dienst im A6 überzeugend und vor allem überaus leise: „Wir haben viel investiert, damit der neue A6 die leiseste Limousine der Klasse wurde“, sagt der Technische Projektleiter Burkhard Wiegand und verweist auf die neue Isolierverglasung, die optimierte Karosserie und den gekapselten Innenraum.

Beim 3.0 TDI sollte man sich gleich für die Allradversion quattro entscheiden, weil es dann statt der Multitronic die 7-Gang S-tronic gibt – oder über den 3.0 TSFI nachdenken. Der hat sogar noch mehr Drehmoment zu bieten als der große Diesel (440 statt 400 Nm), spurtet aus dem Stand los wie ein Sportwagen (0-100 km/h in 5,5 Sekunden) und soll sich mit 8,2 l/100 km begnügen.

Mehr Auto braucht man eigentlich nicht. Und so dürfte auch mancher A8-Interessent (wenn er nicht unbedingt einen Achtzylinder-Motor haben will) bei einem Preisunterschied von über 20 000 Euro ins Grübeln kommen.