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NWZonline.de Ratgeber Motor und Verkehr

Skoda Geschichte: Einer der vier ältesten Fahrzeughersteller

20.06.2020

Weiterstadt 1895, noch in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie, hatte sich der Buchhändler Klement zu oft über die Unzuverlässigkeit seines Fahrrades aus deutscher Produktion geärgert und deshalb den Fahrradmechaniker Laurin überzeugt, eine eigene Fahrradfertigung unter dem Namen Laurin & Klement (L&K) einzurichten.

Tatsächlich wurden die L&K-Zweiräder des Typs Slavia ein voller Erfolg, ebenso die ab 1899 gebauten Motorräder. Sechs Jahre später präsentierte L&K sein erstes Automobil, eine kleine Voiturette mit 1,0-Liter-Zweizylinder-Motor. Es war der Start zum Aufstieg in die Liga der renommiertesten Automobilbauer – seit 1925 unter Skoda-Dach – und zur Nummer eins in Osteuropa.

Sogar während der Ära des Eisernen Vorhangs wurde bis zu 80 Prozent der Skoda-Produktion exportiert – in den Westen! Die Fusion mit dem Maschinenbaukonzern Skoda brachte L&K die notwendige Kapitalspritze im Konkurrenzkampf mit den erstarkten einheimischen Marken Tatra und Praga.

Skoda war so finanzkräftig, dass 1930 trotz Weltwirtschaftskrise die fortschrittliche Fließbandfertigung eingeführt wurde und der preiswerte Skoda Popular wenig später als erstes tschechisches Volksfahrzeug durchstartete. Ein in Serie gebauter Transporter mit Elektroantrieb zählte ebenso dazu wie die beliebten Typen Rapid und Favorit, der dynamische Popular Monte Carlo oder das noble Sechszylinder-Flaggschiff Superb.

War Skoda während des Krieges zwangsweise Teil eines deutschen Rüstungskonzerns, folgten Ende 1945 Verstaatlichung und Vorgaben der Planwirtschaft. Als einziger Staatsbetrieb sozialistischer Planwirtschaft beherrschte Skoda bis zum Fall des Eisernen Vorhangs im Jahr 1989 die Kunst, einerseits die automobile Grundversorgung zu garantieren, andererseits aber aufregende Typen für Individualisten und Adrenalinjunkies hervorzubringen.

Es war ein bunter Mix aus preiswerten Heckmotor-Modellen wie Skoda 1000 MB (ab 1964), S 100 bis 120 LS (ab 1969 als erster Skoda in Millionenauflage) und noch besser verkauften S 105 bis 130 (ab 1976), aber auch schnellen Sportlern der Typen 110 R bis 130 RS (ab 1970, von Fans als Porsche des Ostens gefeiert), extravaganten Zweitürern 1000 MBX (ab 1966) oder Rapid/Garde (ab 1981) sowie frechen Offroadern (Trekka) und verwegenen Buggies und Concept Cars.

Als Skoda 1990 zum Verkauf stand, interessierten sich deshalb mit BMW, Renault und Volkswagen gleich drei Kandidaten für die Übernahme des Staatsunternehmens. Prag entschied sich zugunsten von Wolfsburg, das Skoda 1991 als vierte Marke in den Konzern integrierte und 2014 in die Liga der globalen Giganten mit jährlich weit über einer Million produzierter Autos aufsteigen ließ.

Ein selbst die Fachwelt verblüffendes Kunststück, zu dem strategische Entscheidungen wie Absatzschwerpunkte in China und Indien, vor allem aber natürlich die passenden Modelle beigetragen haben. Erstmals richtig abheben konnte Skoda unter VW, als 1994 der Favorit zum Felicia weiterentwickelt wurde und dann zwei Jahre später ein neuer Octavia vorgestellt wurde. Dieses Kompaktklasse-Modell auf Golf-Plattform war Symbol für Aufschwung und Imagewandel der Marke. Ach ja: Fahrräder gibt es auch noch, so wie vor 125 Jahren.

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