Los Angeles - „Kein Mercedes hat eine tiefere Verbundenheit und eine längere Tradition zu Amerika als der SL. Sie reicht zurück bis zu Hollywood-Stars wie Clark Gable“, betont Steven Cannon, der Mercedes-Chef in den USA, die Bedeutung des offenen Zweisitzers. Rund die Hälfte der jährlich 10 000 in Bremen produzierten SL wird jenseits des „Großen Teichs“ verkauft, die meisten davon in Kalifornien.

Vier Jahre nach dem Marktstart haben sich vor allem die Designer für ein Facelift überraschend intensiv mit dem SL beschäftigt. Der Grill steht jetzt steiler, ist unten breiter als oben, die Motorhaube hat zwei Powerdomes genannte Längswölbungen. Die komplett andere Frontschürze und die neuen LED-Scheinwerfer (die andere Kotflügel erforderten) geben dem SL ein prägnanteres Gesicht, die AMG-Heckschürze mit Diffusor und integrierten Endrohrblenden der Rückansicht mehr Pfiff. Der Kofferraum lässt sich nun per Fußschwenk öffnen oder schließen, das Verdeck kann bis Tempo 40 betätigt werden.

Einstiegsmodell ist der SL 400 mit dem auf 367 PS erstarkten 3,0-Liter-V6-Benziner. Der 4,7-Liter-V8 des SL500 stellt 455 PS zur Verfügung. Wem das noch nicht reicht, wird bei Mercedes-AMG fündig. Der 5,5-Liter-V8 des SL 63 AMG bietet 580 PS, der 6,0-Liter-V12 des SL 65 AMG sogar 620 PS. Preise gibt es noch nicht.

Wohl aber beim GLS, dem ehemaligen und überarbeiteten GL. Den Siebensitzer gibt es ab 74 791 Euro, dann mit dem 258 PS leistenden 3,0-Liter-V6-Diesel. Die Benziner warten mit 333 (GLS 400) bis 585 PS (GLS 63 AMG, ab 129 687 Euro) auf.

Der GLS erhielt eine leicht geänderte Front und den typischen Mercedes-Doppelauspuff mit Chromspange.

Das von Mercedes als „S-Klasse unter den SUV“ beworbene Modell verfügt jetzt über einen Internetzugang. Außerdem ist gegen Aufpreis auch erstmals Apple Car Play in dem Dickschiff zu bekommen – also die Schnittstelle zu mobilen Apple-Geräten.