Dresden - Boxer-Motoren sind jene Triebwerke mit den waagerechten, gegenüberliegenden Zylinderbänken, deren Technik auf den 1896 von Carl Benz erfundenen „Contra-Motor“ zurückgeht. Und Mild-Hybride sind Motoren, bei denen normalerweise 48-Volt-Lösungen dem Verbrenner beim Boosten (dabei wird für einen kurzen Zeitraum zusätzliche Kraft zur Verfügung gestellt) und bei der Energie-Rückgewinnung unterstützen.

Der e-Boxer im Forester arbeitet allerdings mit gleich 118 Volt und kann den Japaner sogar rein elektrisch bewegen – wenn auch nur 1,6 Kilometer weit und bis zu Tempo 40.

Der ab 34 990 Euro erhältliche Forester 2.0ie fährt stets elektrisch an, der 2,0-l-Vierzylinderbenziner schaltet sich aber sehr schnell zu. Da der im Gehäuse des stufenlosen Automatikgetriebes untergebrachte Elektro-Motor nur 16 PS und 66 Nm Drehmoment beisteuert, wird der immerhin 1,7 Tonnen schwere Forester mit dem 150 PS starken und lediglich 194 Nm zur Verfügung stellenden Boxermotor selbstverständlich kein Temperamentsbolzen. Geschlagene 11,8 Sekunden dauert der „Sprint“ aus dem Stand auf Tempo 100. Der nicht mehr angebotene reine Benziner war in der Beschleunigung und bei der Höchstgeschwindigkeit schneller als der Mildhybrid (188 km/h).

Die Elektro-Unterstützung – allein der Hybridbaustein bringt 110 Kilogramm auf die Waage – hat eben nicht nur Vorteile, drückt aber den Verbrauch des Allradfahrzeugs um 0,7 auf jetzt 8,1 l/100 km (nach WLTP-Messverfahren).

Das stufen– und alternativlose Getriebe muss man mögen. Es zwingt den Benziner sehr früh zu mit lautem Dröhnen einhergehenden hohen Drehzahlen.

Im Innenraum dürfen sich die Passagiere der zweiten Reihe dank des auf 2,63 Meter gewachsenen Radstandes über mehr Kniefreiheit freuen. Die Materialien und ihre Verarbeitung sind sehr ordentlich, digitale Instrumente sucht man vergeblich. Sehen lassen kann sich die Serienausstattung. Schon die Basis bietet 2-Zonen-Klimaautomatik, LED-Scheinwerfer mit Kurvenlicht, Audiosystem mit 8-Zoll-Touchscreen und Rückfahrkamera sowie Digitalradio.

Daten und Fakten

Das Modell: Subaru Forester 2.0ie, SUV der Mittelklasse.

In Maßen: Länge/Breite/Höhe 4,63/1,82/1,73 m, Radstand 2,67 m, Kofferraumvolumen 509 l.

Antriebstechnik: Verbrenner 2,0-l-Vierzylinderbenziner (Boxer) mit 150 PS und 194 Nm Drehmoment, Elektroantrieb 16 PS und 66 Nm, 0-100 km/h in 11,8 Sekunden, Spitze 188 km/h, Normverbrauch 8,1 l/100 km, 185 g CO2/km, ab 34 990 Euro.

Abgasnorm: Euro 6d.

Schalten & walten: Allradantrieb, stufenlose Automatik.

Das bietet er: Basisversion mit 2-Zonen-Klimaautomatik, LED-Scheinwerfern mit Kurvenlicht, Audiosystem mit 8-Zoll-Touchscreen und Rückfahrkamera, Digitalradio DAB+.

Marktstart: erfolgt.