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NWZonline.de Ratgeber Motor und Verkehr

Tradition: Die Neuerfindung des Krabbeltiers

26.09.2020

Wolfsburg Der „Beetle“, wie die New York Times den Volkswagen bereits bei seiner Weltpremiere im Jahr 1938 nannte, war das erste Auto für alle. Und tatsächlich war er auch 1970 noch omnipräsent auf allen Kontinenten.

Ein Auto, mit dem Arbeiter zum Werkstor und Professoren zur Oper fuhren, ein Volkswagen, der für junge Amerikaner zum Kultobjekt mutierte und nigerianischen Ärzten als Buschtaxi diente. Ein Krabbeltier, das als Kultobjekt bei Hippiefestivals und als Hauptdarsteller in Kino-Kassenschlagern von „Dudu“ bis „Herbie“ Schlagzeilen machte. Trotz Feinschliffs blieb der Käfer jedoch ein Vorkriegstyp, der Ende der 1960er von der Zeit überholt wurde, vor allem durch dynamischere und effizientere neue Frontantriebstypen der Konkurrenz.

Produktionsrekord

Als dann auch noch der Auslandsabsatz aufgrund der starken Mark stagnierte, entschied sich VW-Konzernchef Kurt Lotz für einen kurzfristig realisierbaren Superkäfer als Krisenkiller, den Volkswagen 1302. Tatsächlich ließ dieser „Super Beetle“, wie die Amerikaner den 1302 sofort feierten, die Verkaufszahlen des Veteranen noch einmal anziehen.

Im Februar 1972 avancierte der 1302 sogar zum weltmeisterlichen Sympathieträger, denn mit der Stückzahl von 15 007 034 gebauten Einheiten stellte der Käfer den Produktionsrekord des legendären Ford Model T ein, des ersten Fließbandmodells der Automobilgeschichte.

Was zeichnete den 1302 technisch aus? Mit dem von Ferdinand Porsche erfundenen Ur-Käfer hatten die VW 1302 des Jahrgangs 1970 nur noch das Konzept und die Silhouette der Karosserie gemeinsam.

Größerer Kofferraum

Ansonsten gab es eine Doppelgelenk-Hinterachse für mehr Fahrsicherheit auch bei Seitenwind, eine neue Federbein-Vorderachse statt der antiquierten Kurbellenkerachse, einen auf 260 Liter Volumen vergrößerten Frontkofferraum, der erstmals in der Käfergeschichte auch große Koffer fasste, und einen bei fast unveränderter Gesamtlänge vergrößert und verbreitert gestalteten Vorderwagen mit breiter Spur. Hinzu kamen endlich die klassenüblichen vorderen Scheibenbremsen beim Toptyp 1302 S, Komfort-Details wie die verbesserte Innenbelüftung und ein kleinerer Wendekreis für Kleinstwagen-ähnliche Handlichkeit im Stadtverkehr, einhergehend mit einer leichtgängigen Lenkung und abgewinkelter Sicherheitslenksäule. Vor allem aber präsentierte sich der 1302 S als stärkster Serienkäfer aller Zeiten und dies wahlweise als Limousine oder Cabriolet.

Während der aus dem VW 1300 bekannte 1,3-Liter-Heckmotor im nachfolgenden 1302 weiterhin 44 PS für beschauliche 125 km/h Höchstgeschwindigkeit abgab und sich in der Knauser-Version 1302 A ein 34 PS-Boxer in 32 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h quälte, kam der 1302 S dank lebendiger 50 PS auf klassenübliches Temperament. Laut Tests in Fachmedien bedeutete dies 141 km/h Höchstgeschwindigkeit und noch mehr entlockten getunte 1302 LS, etwa mit 59 PS und zwei Vergasern von Riechert Tuning.

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