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NWZonline.de Region Ammerland Gemeinden Bad Zwischenahn

Angst vor Wiederholung der Geschichte

14.04.2011

KAYHAUSERFELD Annemarie Gerken versteht die Welt nicht mehr. Als Tierfreundin, die einen Gnadenhof betreibt und Pflegestelle für den Tierschutzverein Ammerland ist, hat sie schon manch Elend gesehen. Viele ihrer Katzen und Hunde haben ein Leben hinter sich, dass sich die meisten Menschen nicht vorstellen können. Dennoch ist Gerken die Aufregung anzumerken, wenn sie über den aktuellen Fall von Tierquälerei spricht.

Was war geschehen? Ihre Katze Tia hatte Gerken Ende März letztmals gesehen. Danach war sie eine Woche lang verschwunden. In einem mit Stroh ausgelegten Stall hat sie die Katze schließlich entdeckt, total geschwächt und – mit zwei Schusswunden im Kopf. Die hat allerdings erst der Tierarzt bemerkt, zu angeschwollen waren Gesicht, Hals und Auge. Zum Glück konnte das Geschoss, das noch in ihr steckte, entfernt werden.

Nachdem ihr Mann bei einem abendlichen Spaziergang mit den Hunden unweit des Hauses am Portsloger Damm dann auch noch einen Kater in einer gut getarnten Lebendfalle gefunden hat, war sich Annemarie Gerken sicher: „Auch Tia war wohl in einer Falle, als jemand auf sie geschossen hat. Vielleicht konnte sie wegrennen, als der Tierquäler sie rausholen wollte.“ Auch der Tierarzt halte es für kaum möglich, eine frei laufende Katze zweimal im Kopf zu treffen.

Was Annemarie Gerken besonders Angst macht, ist, dass sich Geschichte wiederholen könnte: „Vor zwei Jahren sind hier in einem halben Jahr zwölf Katzen verschwunden.“ Und auch jetzt wisse sie bereits von mehreren vermissten Tieren. Seinerzeit habe es keine Beweise gegeben. Die gebe es mit Geschoss und Falle diesmal.

Gerken hat Anzeige bei der Polizei erstattet – wegen Tierquälerei und Wilderei. Auch die Jägerschaft will sie informieren. Ihre Katzen haben vorerst Stubenarrest: „Das ist mir zu riskant, die raus zu lassen.“