BAD ZWISCHENAHN - Zwischenahns Gemeinderat hat am Dienstagabend im Museumskroog in Specken beschlossen, in Aschhausen den Bau eines Baumhotels zuzulassen. Die Ratsmitglieder stimmten bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung (beide von den Grünen) dafür, den Flächennutzungsplan entsprechend zu ändern. Bis auf die Grünen waren sich alle Fraktionen einig, dass die Ansiedelung eines Baumhotels in Aschhausen eine Erweiterung des touristischen Angebotes darstelle. Zuvor hatte Fachbereichsleiter Carsten Meyer erläutert, dass das Versorgungszentrum des geplanten Hotels eine alte Hofstelle sei.
Kritik war von der Grünen-Ratsfrau Petra Müller gekommen: „Wir sollten den Eingriff in die Natur nicht unterschätzen.“ Sie ergänzte: „Ich möchte Stellung für die Natur beziehen“ und kündigte an, der Änderung des Flächennutzungsplanes nicht zuzustimmen.
Bernd Janßen (FDP) entgegnete: „Das ist ein attraktives Angebot. Wir sollten deswegen nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen.“ Wolfgang Sindermann von den Freien Wählern sagte: „Wer Natur erlebbar machen möchte, der muss sie auch zuwegbar machen.“ Egon Oetjen von der UWG begrüßte das „komplett andere“ Angebot. Hermann Peters (CDU) und Karl-Heinz Hinrichs (SPD) betonten die Vorteile dieser Maßnahme.
Derzeit liegt ein Bauantrag für einen 1. Abschnitt vor – darin ist der Bau von vier Baumhäusern vorgesehen.
