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NWZonline.de Region Ammerland Gemeinden Bad Zwischenahn

Gardinenpredigt mit Gästeführern

30.04.2019

Bad Zwischenahn /Specken Wer kennt nicht die Redewendungen von „Gardinenpredigt“ oder auch „Geld auf der hohen Kante“ haben. Wie diese Redewendungen entstanden sind, das war Bestandteil von Erzählungen und Geschichten, die jetzt bei den „Bad-Geschichten“ in der Gaststätte „Junker von der Spekken“ in Specken zu hören und sehen waren.

Einige Gästeführer der Gemeinde Bad Zwischenahn hatten ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, um zum Jubiläum „100 Jahre Bad Zwischenahn“ beizutragen. „Es sind Geschichten, die wir auch unseren Gästen erzählen, um die Besonderheiten unseres Kurortes hervorzuheben“, erklärte Arno Rohde, zusammen mit Erika Krüger Initiator der Veranstaltung. Unterstützt wurden sie von Edda Wilken, Jan-Gerd Ahlers und Hella Gerdes.

Vor hundert Jahren gehörte es auf den Bauernhöfen einfach dazu, dass sich an manchen Abenden die Bauern zum Kartenspiel trafen. Da sich der Schlafraum gleich neben der Feuerstelle befand und das Bett optisch nur mit einem Vorhang getrennt war, kam es immer wieder vor, dass, wenn es beim Spiel zu laut wurde, die Bäuerin aus dem Bett heraus die Männer zu mehr Ruhe mahnte. Da sie durch den Vorhang oder auch Gardine sprach, wurde schnell der Begriff „Gardinenpredigt“ kreiert. Dazu befand sich im Haus häufig ein Querbalken unter der Decke, auf dem der Bauer sein Geld deponierte. Daraus entwickelte sich der Begriff mit dem „Geld auf der hohen Kante“.

Die Zuschauer im voll besetzten Saal im Museumskroog „Junker von der Spekken“, erfuhren bei den „Bad-Geschichten“ aber noch einiges mehr. So wurde einiges Wissenswertes über den großen Sohn von Bad Zwischenahn, Dr. Schüssler, erzählt. Und auch der Heimatdichter Hermann Löns hielt sich einige Monate hier auf, um in einem Sanatorium von seiner Alkoholsucht wegzukommen, was allerdings nicht gelang. Auf seinen Wanderungen um das Zwischenahner Meer kam er an einer Gaststätte in Aschhausen vorbei, mit deren Inhaber er über Jahre im schriftlichen Kontakt blieb. Die Gaststätte selbst ist der heute noch bestehende „Löns-Krug“.

Von der Resonanz waren die Organisatoren mehr als überrascht. „Eigentlich war nur ein Abend geplant. Die Nachfrage war allerdings so groß, dass wir einen zweiten Termin anbieten mussten“, so Arno Rohde. Sowohl am Freitag als auch am Sonntag durften sich die Gästeführer über ausverkaufte Veranstaltungen freuen. „Wir haben humorvolle Episoden entwickelt, um zu informieren und zu unterhalten. Hier gibt es weniger Schauspiel“, machte Rohde deutlich. Zwischen den einzelnen Stücken präsentierte die Singgemeinschaft „Fidele Anselm“ aus Kayhauserfeld unter der musikalischen Leitung von Gerda Arntjen einige Lieder, immer in Bezug zu den angesprochenen Themen.

Die Idee zu den „Bad-Geschichten“ entstand bereits im vergangenen Jahr. „Jeder hatte sich hier mit seinen Stärken und Ideen eingebracht“, lobte Erika Krüger das Engagement. Sie selbst ist seit 20 Jahren als Gästeführerin tätig und konnte deshalb einiges aus ihrem großen Erfahrungsschatz einbringen. Am Ende hatten nicht nur die vielen Gäste ihren Spaß an dem informativen Abend.


Ein Spezial unter     www.nwzonline.de/100-jahre-bad-zwischenahn 
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