Bad Zwischenahn - Üblicherweise sind sie im Mai in und rund um Bad Zwischenahn auf ihren Fahrrädern zu sehen, die aus der Masse herausstechen: Die Teilnehmer des Norddeutschen Pedersen-Treffens. In diesem Jahr findet es allerdings früher statt, bereits vom 22. bis 24. Februar. Hintergrund, so Organisator Otto Renken, sind anstehende Bauarbeiten im bewährten Tagungshaus, der Bildungs- und Freizeitstätte der Arbeitnehmerkammer Bremen.
Obwohl das Treffen in diesem Jahr einen „runden Geburtstag“ feiert, es ist die inzwischen 20. Auflage, kommen wegen des frühen Termins weniger Teilnehmer. „Nur“ rund 80 Pedersen-Enthusiasten werden erwartet – in den Vorjahren waren es zwischen 100 und 125.Die Teilnehmer haben dafür aber noch einen anderen Grund zum Feiern: Vor genau 125 erhielt der Däne Mikael Pedersen das Deutsche Patent für seine Konstruktion eines Rades, dessen Rahmen unter dem seitlich schwingenden Sattel aus 21 Dreiecken besteht. Mit minimalem Gewicht erreichte er dadurch eine extrem hohe Stabilität. Die Abspannung vom Sattel zum hinteren Ausfallende erfolgt heute mittels eines Drahtseils, früher wurden hierzu lange Speichen verwendet. Schon Anfang des 20. Jahrhunderts baute Mikael Pedersen ein Pedersen mit einem Gewicht von 5,1 Kilo.
Wer die Pedersen-Fahrer mit ihren Rädern erleben will, hat dazu in Bad Zwischenahn und dem Umland bestimmt Gelegenheit. Am Freitag, 22. Februar, starten sie gegen 16.30 Uhr zu einer Aufwärmrundfahrt ums Zwischenahner Meer. Am Samstag, 23. Februar, brechen sie um 9 Uhr zu einer 40-Kilometer-Tour auf. Unter anderem liegt das Oldenburger Schloss auf der Reiseroute. Und am Sonntag, 24. Februar, folgt noch eine Sonntagstour nach Wiefelstede.
