BAD ZWISCHENAHN - Es war fast genau vor einem Jahr: Am 10./11. Januar 2009 hatte der anhaltende Frost nur ein Wochenende lang für perfekte Eisverhältnisse auf dem Zwischenahner Meer gesorgt. Ein Jahr und zwei Wochen später waren die Bedingungen an diesem Wochenende ähnlich. Nach ersten Starts am Sonnabend tummelten sich am Sonntag mehr als ein halbes Dutzend Eissegler auf dem spiegelglatten Eis. Mit Geschwindigkeiten von 100 Stundenkilometern und mehr legen sie bei ihren rasanten Fahrten den Weg von einer Uferseite zur anderen in wenigen Minuten zurück.
Einen Massenansturm von Spaziergängern und Schlittschuhläufern wie vor einem Jahr verhinderte vermutlich der eisige Ostwind. Dennoch nutzten unzählige Schlittschuhläufer die eher seltene Gelegenheit, auf dem zugefrorenen See Schlittschuhlaufen zu können. Hier und da sorgte die Gastronomie für Bratwurst und Heißgetränke am Ufer. Aufgrund der vielen Besucher waren die Retter der DLRG-Ortsgruppe das ganze Wochenende in Alarmbereitschaft. Mehr präventiv wurde das Luftkissenboot für Fahrten übers Eis eingesetzt. Notfälle wurden weder der Polizei oder der Feuerwehr noch der DLRG gemeldet.
Trotz der stellenweise paradiesischen Eisverhältnisse warnen DLRG und Behörden weiter vor einem sorglosen Betreten. Wer sich auf’s Zwischenahner Meer begibt, tut dies auf eigene Gefahr.
Dieser sollte man sich stets bewusst sein, sich nur am Rand bewegen, Einmündungsbereiche von Halfsteder Bäke und Otterbäke ebenso meiden wie den Aue-Abfluss. Und sich selbst mit Rettungsgerät ausstatten: Bei den Eisseglern – man trifft sie beim ZSK – sind so genannte Eisretter erhältlich, ohne die eigentlich kein Schlittschuhläufer, mehr auf’s Eis gehen dürfte.
