Bad Zwischenahn - Irgendwann werden die Bäume in der Bahnhofstraße fallen müssen. Darin sind sich die Mitglieder des Aussschusses für Planung, Energie und Umwelt sowie die Verwaltung einig. Nur wann der beste Zeitpunkt für eine Rodung und die Neuanpflanzung ist, darüber herrschten in der jüngsten Sitzung unterschiedliche Auffassungen.
Zwei Möglichkeiten hatte die Verwaltung skizziert: die Bäume jetzt – im Herbst – zu beschneiden und dann wieder wachsen zu lassen oder sie zeitnah zu fällen und durch andere, besser zum Standort passende zu ersetzen. Um mit neuen Bäumen einen „Zustand wie bisher“ herzustellen, würden mindestens 200 000 Euro benötigt, hatte Thomas Schurer aus dem Tiefbau- und Grünflächenamt berichtet.
Dr. Horst-Herbert Witt (FDP) hatte eine klare Meinung: „Die Sumpfeichen müssen weg.“ Zum Zeitpunkt der Pflanzungen seien die Erkenntnisse nicht vorhanden gewesen, die man heute habe. Er plädierte dafür, schnellstmöglich standortgerechte Bäume mit einem besseren Wurzelschutz zu pflanzen.
Das werde man „sicher irgendwann machen müssen“, meinte Ludger Schlüter (Grüne). Jetzt sei es aber „deutlich zu früh“. Nach einem Rückschnitt könne man in fünf bis zehn Jahren über eine Neuanpflanzung und „die gesamte Konzeption“ nachdenken. Auch Maria Bruns (CDU) hatte „nicht den Eindruck, dass jetzt schon der richtige Zeitpunkt ist“. Außerdem seien die bereits aufgetretenen Schäden am Pflaster noch reparabel. Detlef Dierks (SPD) hingegen plädierte für eine schnelle Lösung: „Wenn wir weiter warten, provozieren wir weitere Schäden.“ Angesichts der Haushaltslage relativierte er: „Man müsste eigentlich jetzt tätig werden.“ Dietmar Meyer (SPD) gab zu bedenken, dass es im Ort an vielen Stellen Bäume gebe, „die nur zu bedauern sind“. An der Bahnhofstraße stünden Bäume, die gut zurechtkämen.
Die Entscheidung fällte der Ausschuss trotz aller Unstimmigkeiten dann doch einstimmig: Das Thema wurde an den Straßen- und Verkehrsausschuss weitergereicht.
