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NWZonline.de Region Ammerland Gemeinden Bad Zwischenahn

Dorfgemeinschaftshaus: Hempens Vermächtnis vollendet

01.04.2017

Ofen „Stifter bringt Leben unters Dach“ titelte die NWZ im Dezember 2016. Hans-Hubertus Kreysing hatte beschlossen, mit einer Zustiftung dafür zu sorgen, dass unter dem Dach des Friedrich-Hempen-Dorfgemeinschaftshauses in Ofen eine Wohnung entstehen konnte. Sein Wunsch: Er wollte einer Flüchtlingsfamilie eine schöne Unterkunft verschaffen. Bei der Gemeindeverwaltung, der Friedrich-Hempen-Stiftung und dem Ortsbürger- und Heimatverein stieß er damit auf offene Ohren. Jetzt ist die Wohnung fertig und am Freitag kam tatsächlich reichlich Leben ins Dorfgemeinschafthaus. Dafür sorgten vor allem der zweieinhalbjährige Ibrahim und seine eineinhalbjährige Schwester Afaf. Sie erkundeten ihr neues Heim neugierig. Vater Mustafa (31) und Mutter Najla (28) waren mit den beiden Kindern aus Aleppo in Syrien geflüchtet, als Afaf erst wenige Monate alt war.

Noch leben sie in Dänikhorst, aber in wenigen Tagen sollen sie die Wohnung im Obergeschoss des Dorfgemeinschafthauses beziehen. Begrüßt wurden sie am Freitag nicht nur von Kreysing und seiner Tochter Ulrike von Haumeder, sondern auch von Gerda Buske, der Schwester von Friedrich Hempen. Der Architekt hatte der Gemeinde einen Teil seines Vermögens hinterlassen. Die Friedrich-Hempen-Stiftung ermöglichte dann nach seinen Wünschen den Bau des Dorfgemeinschaftshauses.

Bürgermeister Arno Schilling erinnerte an die lange Geschichte des Baus – lediglich für die Wohnung im Obergeschoss hatte das Erbe nicht ausgereicht. Wie Schilling dankte auch Gerda Buske Kreysing dafür, dass er es ermöglicht hatte, das Vermächtnis ihres Bruders zu vollenden. Auch August Lehmann vom Ortsbürger- und Heimatverein freut sich darüber. Der Verein, der das Haus verwaltet, hatte sich immer gewünscht, dass das Haus nicht nur für Veranstaltungen dient. 10 000 Besucher habe das Haus seit 2014 bereits gesehen, so Lehmann. Es sei schön, dass jetzt jemand dauerhaft ein Auge auf das Gebäude haben könne.

Kreysing, der bis vor kurzem in Petersfehn lebte und vor wenigen Tagen 90 Jahre alt wurde, wünschte den jungen Eltern, dass sie sich gut in Ofen einleben. „Es ist mir ganz wichtig zu wissen, dass hier ein so nettes Paar einzieht“, sagte er, und dankte Wilfried Fischer von der Gemeindeverwaltung, der das gesamte Projekt eng begleitet hatte. Und die künftigen Bewohner? Sie hatten noch Schwierigkeiten, den vielen Worten in der fremden Sprache zu folgen, waren aber sichtlich glücklich über die große Chance und sicherten zu, sie wollten sich schnell im Ort integrieren und dem Ort und den Menschen etwas von der Freundlichkeit zurückgeben, die sie erfahren hätten.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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