Bad Zwischenahn/Palo - Während sich die meisten Menschen derzeit bereits auf ein besinnliches Weihnachtsfest vorbereiten, steckt Katrin Hoffmann in ihren Reisevorbereitungen. Die gebürtige Zwischenahnerin reist am 18. Dezember als Mitglied eines medizinischen Teams des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) auf die Philippinen. Genauer gesagt, in die Region Tacloban – eine Region, in der Anfang November der Taifun „Haiyan“ verheerende Zerstörung anrichtete.
„Ich fahre als Mitglied eines medizinisches Teams des ASB dorthin“, erläutert die 30-jährige Krankenschwester. In der Region Tacloban wollen die Helfer mit einer Zeltambulanz die ärztliche Versorgung sicherstellen. „Die Strukturen dort sind zerstört“, sagt Hoffmann, „wir wollen vorübergehend die Lücken schließen, die der Taifun geschaffen hat, bis die einheimischen Strukturen wiederhergestellt werden.“
Dass dies keine leichte Aufgabe werden wird, weiß die 30-Jährige, die derzeit im österreichischen Innsbruck Psychologie studiert, nur zu gut. Schließlich ist es nicht ihr erster humanitärer Einsatz. Bereits im Jahr 2010 reiste sie nach einem Erdbeben nach Haiti, um dort zu helfen. „Eigentlich wollte ich so etwas nur einmal machen“, erinnert sich Hoffmann, „doch dann habe ich gemerkt, dass es genau das ist, was ich später machen möchte.“ Zwar seien die Situationen in den Krisengebieten durchaus belastend, doch letztlich überwiege das Gefühl, vor Ort den Menschen tatsächlich helfen zu können.
Im Jahr 2011 folgte ein weiterer Hilfseinsatz, diesmal in Brasilien. Nun soll es für drei Wochen auf die Philippinen gehen, wo in der Zeltambulanz des ASB derzeit täglich bis zu 200 Patienten versorgt werden. Es soll nicht Hoffmanns letzter Einsatz bleiben. „Ich möchte in Zukunft gerne weiter in der humanitären Hilfe arbeiten“, sagt sie, wenn möglich aber als Psychologin. „Ich hab in Haiti gemerkt, dass sehr viele Menschen vor Ort traumatisiert sind. Hier würde ich in Zukunft gerne helfen.“
