Bad Zwischenahn - Unterm Strich gibt es in der Gemeinde zwar noch freie Betreuungsplätze. Hie und da gebe es aber auch „eine relativ angespannte Situation“, berichtete Amtsleiterin Marianne Wagenaar im Ausschuss für Jugend, Familien und Soziales. So sei insbesondere in den Kindergärten im Ortskern die Nachfrage größer als das Platzangebot. Eltern würden hier nach Rostrup verwiesen. Perspektivisch müsse man auch Petersfehn und Ofen „im Blick haben“.
Aktuell sehe die Verwaltung aber keinen Grund, einen Standort erweitern zu müssen oder neue Standorte zu planen, so Bürgermeister Dr. Arno Schilling. „Wir haben stagnierende bis sinkende Kinderzahlen“, verwies er auf die demografische Entwicklung. Aber: „Wenn sich real Engpässe abzeichnen, sollten wir handeln.“
Einen solchen gibt es aktuell im Krippenbereich (bis drei Jahre) in Ofen, wo 18 anspruchsberechtigte Anmeldungen nicht aufgenommen werden konnten. Die Eltern werden an die private Ofener Krippe Weidenkörbchen verwiesen, die laut Verwaltung noch Kapazitäten hat.
Gemeindeweit werde im Krippenbereich eine Betreuungsquote von knapp 39 Prozent erreicht, so Wagenaar, inklusive aller Tagespflegeplätze seien es rund 46 Prozent. „Der Rechtsanspruch kann erfüllt werden, nicht aber immer in der Wunscheinrichtung.“ Gerichtlich sei aus dem Bereich der Gemeinde bisher kein Rechtsanspruch geltend gemacht worden.
