Kayhausen/Minsk - Knapp 2000 Kilometer liegen vor Gerhard Langner, wenn er sich an diesem Dienstagmorgen in Kayhausen hinter das Steuer eines Krankenwagens setzt. Das komplett ausgerüstete Rettungsfahrzeug ist eines von vielen Dingen, die auf der Bedarfsliste von sozialen Einrichtungen in der Region um die weißrussische Stadt Mogilev standen.
Seit vielen Jahren organisiert der 77-Jährige Tischlermeister Hilfsfahrten in die Region, diesmal gilt seine Unterstützung einem Kindergarten, einem Altenheim, einer Dorfschule und der Zentralklinik in Bobruisk.
„Am 28 Oktober habe ich mit zehn Freunden den LKW beladen“, berichtete Langner am Tag vor der Abfahrt. In dem 40-Tonner aus Minsk hatte Langner 6,5 Meter Frachtraum gebucht. Rund acht Tonnen Hilfsgüter mit einem Gesamtwert von rund 15 000 Euro passten hinein. „Am Schluss passte keine Maus mehr dazwischen“, so Langner. Bereits am vergangenen Freitag sei der LKW in Weißrussland entladen worden, hat Langner erfahren. „Alles ist reibungslos verlaufen und die Adressaten waren dankbar und glücklich.“ Dass ein reibungsloser Transport keine Selbstverständlichkeit ist, weiß Langner aus langjähriger Erfahrung.
Mit dem Krankenwagen, ebenfalls rund 15 000 Euro wert, will Langner am Mittwoch die polnisch/weißrussische Grenze erreichen, am Donnerstag will er dann in Mogilev eintreffen.
