Rostrup - Die geschichtliche Entwicklung zeigt, dass die „Rosenblüte“ die Menschen zu allen Zeiten begleitet hat und bis zum heutigen Zeitpunkt als Symbol für Reinheit, Duft und Klarheit steht. Spuren in alten Klostergärten weisen darauf hin, dass die Pflanzen eher der Vitaminversorgung und zu Heilzwecken dienten. Heute wird sie in den Gärten wegen ihrer Blütenfarbe, ihrer dekorativen Blatt- und Wuchsform und ihrer zarten oder intensiven Duftnote.

In der Vorstellung des Hausgärtners füllt sie, gesund und kräftig, von rosenbegleitenden Stauden umgeben, das Gartenbeet ab Juni. Rosen werden häufig nach ästhetischen Gesichtspunkten ausgewählt. Die neue Generation moderner und blattgesunder Rosen für den Hausgarten ist den Züchtern längst gelungen. Ein kräftiges, leicht gewachst und ledrig wirkendes Rosenblatt ist weniger anfällig für die Aufnahme von Pilzsporen. Dringen die Pilzsporen nicht ein, bleibt die Rose stabil gesund.

Man sollte auf Züchtungen der neuen Rosengeneration setzen, die viele Prüfungen hinsichtlich Blattgesundheit durchlaufen haben, ehe sie auf den Markt kommen. Von diesen darf man heute alles erwarten: Blütenpracht, Duft, Haltbarkeit, gute Wuchseigenschaften und ganz besonders Blattgesundheit.

Um lange Freude an der Rose im Garten zu haben, ist auch die Robustheit gegenüber Frost wichtig. Auch diese wird den neuen Rosen zugesprochen, mussten sie diese doch nach dem Frostwinter 2011/12 bedingungslos in den Gärten unter Beweis stellen. Neben der Sortenwahl spielen Pflanzung, Schnittmaßnahmen, Düngung und Pflege eine große Rolle in der Erhaltung der Pflanzengesundheit und Blühfreudigkeit.

Egal ob wurzelnackte Rosen, Rosen mit Drahtballen oder Containerrosen, alle Rosen werden vor der Pflanzung gründlich gewässert. Das Pflanzloch wird mit dem Spaten so ausgehoben, dass es ungefähr eine Handbreit tiefer und breiter ist als der Umfang des Topfballens. Die Veredlungsstelle liegt fünf Zentimeter unterhalb der Erdoberfläche. Nur so gepflanzte Rosen können sich aus der Basis heraus regenerieren.

Rosen müssen regelmäßig und konsequent geschnitten werden, damit sie sich vital und kräftig entfalten können. Dazu gehört auch das konsequente ausputzen und ausschneiden verdorrter Triebreste am Boden. Hier überdauern Schädlinge, Krankheitsträger und Pilzsporen, die die Rosen im laufenden Jahr befallen können. Beim Schnitt selber gilt der Grundsatz: Scharfe Schere und hartes Herz, also nicht zögerlich ansetzen. Die Vorstellung, das jedes Jahr ein neuer Trieb entstehen muss, an dem die Rose dann blüht, hilft bei der Schnittpraxis. Im Vorjahr entwickelte Triebe dürfen immer auf zwei bis drei Augen zurückgeschnitten werden. Aus diesen verbleibenden Augen bilden sich zwei bis drei neue kräftige Blütentriebe. Idealer Schnittzeitpunkt ist die Zeit, in der im Frühjahr die Forsythie blüht. Düngung erfolgt ab dem zweiten Standjahr.