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NWZonline.de Region

Badegäste ignorieren Gefahren an Sandkuhle

11.07.2006

WESTERSCHEPS WESTERSCHEPS - Blaues, klares Wasser und weißer Sandstrand. So verlockend präsentiert sich an sonnigen Tagen die Sandkuhle in Westerscheps der Firma Emil Hilgen. Doch der Schein trügt. „Es ist strengstens untersagt, das Grundstück zu betreten“, sagt Wolfgang Hilgen, Junior-Chef der Firma aus Friedrichsfehn. Die Sandkuhle ist eingezäunt, Hinweisschilder untersagen den Zutritt auf das Grundstück. „Allen Gefahren und Warnungen zum Trotz halten sich bei Sonnenschein regelmäßig Leute am See auf. Einige zelten dort sogar“, ärgert sich der Junior-Chef.

Nicht nur dass es sich um ein Privatgrundstück handelt, „das Baden im See ist lebensgefährlich“. Man sei gerade mit dem Saugbagger mitten im Spülbetrieb.

Dadurch bestehe die Gefahr, dass unterspülte Uferkanten wegbrechen. „Vor einigen Tagen ist bereits ein zehn Meter langes Stück abgesackt“, warnt Hilgen. Wenn ein Schwimmer sich in diesem Bereich befunden hätte, wäre er durch den Sog in Tiefe gezogen worden. Rettungsversuche seien in solch einem Fall zwecklos.

„Zum Glück ist bislang nichts passiert“, sagt Hilgen, doch man müsse das Glück nicht herausfordern. Daher betont der Grundstückseigentümer, dass es „ausdrücklich verboten“ sei, sich auf dem Gelände aufzuhalten. Des weiteren kündigt der Junior-Chef Kontrollen an, um die unerbetenen „Badegäste“ zu vertreiben.

Gedanken über den lebensgefährlichen Ausflug an die Westerschepser Sandkuhle machen sich die „Besucher“ scheinbar nicht. Das ergab eine NWZ-Befragung. „Ich komme immer mit meinem Hund her. Der kann hier wunderbar schwimmen. Ab und zu springe ich auch ins Wasser“, sagte eine 45-jährige Edewechterin. Ein schlechtes Gewissen habe sie dabei nicht. Und auch ein 18-Jähriger aus dem benachbarten Saterland mache sich wegen der Gefahren keine Sorgen: „Das ist mir egal.“

Carsten Bickschlag
Redaktionsleitung Friesoythe
Redaktion Münsterland
Tel:
04491 9988 2900

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