BAKUM - BAKUM - Während am Sonntag, 18. September, in ganz Deutschland ein neuer Bundestag gewählt wird, sehen die Bakumer an diesem Tag einem zweiten Urnengang entgegen. Die Wahlberechtigten der mit knapp 6000 Einwohnern kleinsten Gemeinde im Kreis Vechta entscheiden, ob der als einziger Kandidat von der CDU nominierte Hans Lehmann (54) nach 18 Amtsjahren als Gemeindedirektor ihr erster hauptamtlicher Bürgermeister wird.

Lehmann stammt aus Wuppertal. Nach Ausbildung und Studium trat er 1977 in den Dienst des Kreises Cloppenburg, bevor er von 1980 bis 1987 zur Lohner Stadtverwaltung wechselte. Am 1. Dezember 1987 erfolgte seine Wahl zum Verwaltungschef für zunächst sechs, später für weitere zwölf Jahre. Die Amtszeit des Gemeindedirektors, der auf diesem Posten mit dem langjährigen ehrenamtlichen Bürgermeister Hermann Rauber und dessen Nachfolger Franz Hölscher (beide CDU) zusammen arbeitete, endet am 30. November.

Für seine Tätigkeit in der Kommunalpolitik hält sich der seit 1976 mit seiner Ehefrau Dagmar verheiratete Lehmann durch Langstreckenläufe fit. Inzwischen kann er sogar drei Marathonstarts, etwa in Berlin, aufweisen. Dafür trainiert er unter anderem am Dümmer See. Übrigens: Die „klassische Distanz“ hat ihm Dammes Bürgermeister Hans-Georg Knappik (CDU) schmackhaft gemacht.

Mit einem Ergebnis rechnen die Bakumer bereits kurze Zeit nach der Schließung der Wahllokale. Das ist in der Gemeinde, in der die CDU seit Jahren die besten Ergebnisse im Kreis Vechta einfährt, Tradition.

Im Rat der Gemeinde Bakum verfügen die Christdemokraten über 16 der aktuell 17 Mandate. In dieser Situation haben die Rats-SPD und der SPD-Ortsverein unter dem Vorsitz von Siegfried Böckmann erst gar keinen eigenen Bewerber ins Rennen geschickt.

Nach einem Erfolg bei der Bürgermeisterwahl will Lehmann Bakum „mit Augenmaß weiter entwickeln“. Dazu zählen Projekte, wie die Sicherung der Haupt- und Realschule vor Ort, Verbesserungen bei der Familien- und Kinderbetreuung sowie die Gründung eines Präventionsrates.