BAKUM - Ganztagsschulen, das Modell „Profilierte Regionalschule“ sowie Vorschläge für einen Wechsel der Schulträgerschaften in kommunale Hände: Das waren nur einige Themen einer Sitzung, zu der der Schul- und Kulturausschuss des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes (NSGB) am Dienstag, 28. Oktober, im Bakumer Rathaus zusammengetroffen ist. Die Leitung der Tagung lag in den Händen von Bürgermeister Frank Priebe (Nörten-Hardenberg).

Als Ausschusssprecher verwies Meinhard Abel (Hannover) auf das Ziel, die Schulstandorte in der Fläche zu erhalten. Dazu sollen den Städten und Gemeinden nach den Vorstellungen des NSGB größtmögliche Flexibilität und mehr Freiheiten bei den Entscheidungen über den Erhalt eigener Schulstandorte zugebilligt werden.

In diesem Zusammenhang nannte der Gastgeber und Bakumer Bürgermeister Hans Lehmann das Projekt „Profilierte Regionalschule“ (die NWZ berichtete), wie es vor Ort entwickelt wurde. Es sieht, orientiert an der Entwicklung der Schülerzahlen im Haupt- und Realschulbereich, etwa die Einrichtung von „Kombi-Klassen“ vor. So werden Schüler, die nach der Grundschule kein Gymnasium besuchen, „gemeinsam beschult“ und „differenziert unterrichtet“. Der NSGB will auf derartige Modelle bei der nächsten Novellierung des Niedersächsischen Schulgesetzes drängen, um den lokalen Erfordernissen seiner Mitgliedskommunen gerecht zu werden.

Grund-, Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien wünscht sich der NSGB für die Zukunft in kommunaler Trägerschaft. Das Prinzip „alles in einer Hand“ gäbe es bislang nur bei Grundschulen. Als Finanzierungsvorschlag empfehlen die Kommunalvertreter eine Verteilung der Lasten. 80 Prozent sollten die Kreise, 20 Prozent sie Städte oder Gemeinden tragen.

Die Kommunen wünschen sich Nachhaltigkeit beim Einsatz für die Fläche