BAKUM - Mit viel Lob für die CDU vor Ort und in seinem Wahlkreis Osnabrück-Land und einem Plädoyer für realitätsnahe Politik hat Georg Schirmbeck (CDU) als Festredner beim traditionellen Bakumer Herbstmarktfrühschoppen im Saal „Meistermann“ ein politisches Heimspiel absolviert. Schon bei der Begrüßung des Gastes legte Bakums christdemokratischer Bürgermeister Hans Lehmann die Marschroute fest: Der Parlamentarier Schirmbeck „sollte mal einen Ort kennen lernen, wo die CDU 85 Prozent der Wählerstimmen erhält“.
Schirmbeck gab sich dem Anlass gemäß volkstümlich. Er lobte die örtlichen Jagdhornbläser als „pflegenswertes Kulturgut“ und testete „Meistermann’s Klaren“. Dann bekannte er sich zur Zusammenarbeit mit den Kreisen Vechta und Cloppenburg innerhalb der Metropolregion Osnabrück/Bremen: „Es liegt ja in unserem gemeinsamen Interesse, wenn wir hier die Dinge voran bringen.“ Denn: „Nicht die Größe, sondern ihre Beweglichkeit macht die Region aus.“ So gehöre es selbstverständlich zu seinen Aufgaben als Abgeordneter, Türöffner-Funktionen für die Wirtschaft zu übernehmen. Das zeige sich etwa bei der Erschließung neuer Absatzmärkte, so der aus Hasbergen angereiste Gast.
Für eine funktionierende Politik wählte Schirmbeck ein simples Beispiel. Das sei wie mit der Lohntüte, „die der Vater früher mit zur Familie gebracht hat“. Zunächst gelte es, viele Fixkosten zu begleichen, dann bliebe ein kleiner Rest, der sich jedoch „nicht siebenfach verteilen“ lasse. Demnach wertete der Abgeordnete die „Krisenbeständigkeit“ im heimischen Raum als Zeugnis für erfolgreiches politisches Handeln.
Das gelte besonders in Zeiten, in denen wirtschaftliche Entwicklungen nicht abzusehen seien. Für den ländlichen Raum forderte Schirmbeck ohne Wenn und Aber: „Wir brauchen keine Käseglocke, sondern gezielte Unterstützung.“
