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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Bakum

Diskussionsrunde: Bewerber stellen sich 150 Landwirten

20.01.2017

Lüsche Rund 150 Landwirte sind Mittwochabend der Einladung der Kreislandvolkverbände Cloppenburg und Vechta nach Lüsche gefolgt. Es galt, die Einstellung der vier Bewerber um die Kandidatur für das Bundestagsdirektmandat der CDU für den Wahlkreis Cloppenburg-Vechta zur Landwirtschaft zu hören.

Dem gut vorbereiteten und gezielt fragenden Moderator Uwe Haring war nur einmal ein Erstaunen im Gesicht abzulesen, als es um den Markt in der Landwirtschaft ging. Breher, als Landvolk-Geschäftsführerin natürlich im Heimvorteil, sieht die Landwirte im „Silicon-Valley der Agrarindustrie“ in einem freien Markt. Auch Olberding sieht „mehr Markt“ mit der Flächenprämie, will den Staat zurückdrängen.

Silvia Breher, die einst auch als Kandidatin der CDU fürs Europa-Parlament im Gespräch war: „Landwirte können mit schlechten Preisen leben, die erholen sich wieder. Aber Landwirte können nicht mit schlechten Politikern leben“. Im europäischen Markt sei Planungssicherheit gefordert – „wir sind keine Insel“. Nur einheitliche Vorgaben sicherten, dass sich die Konkurrenten nicht die Hände reiben. So habe die Legehennenhaltung in Deutschland durch nationale letztlich nicht sachgerechte Vorstöße ebenso Marktanteile verloren wie die Schweinemast in Großbritannien. Folgenabschätzung, so Breher, sei wichtig, nicht plakative Äußerungen von Fachleuten. Dünge-Verordnung, Verbot der Kastration, Schwänzekupierverbot, mehr Platz für Sauen – „ständig steigen die Anforderungen für die Landwirte“.

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Am Tag vor der Eröffnung der „Grünen Woche“ ging es auch darum, ob die Lebensmittelerzeugung noch widerstandsfähig im Fall von Krisen ist. Während in Berlin sogar der Präsident der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft forderte, dass alte Ställe in Intensivmast-Regionen wie Vechta geschlossen werden, forderte Dr. Benedict Olberding eine genaue Herkunftskennzeichnung, Josef Kuhlmann ein genaueres Hingucken bei der Nitrat-Messung und Dr. Michael Steenken einen Stopp mancher Produkte. „Wir brauchen mehr Qualität“.

Olberding will in der CDU die Rückbesinnung auf traditionelle Werte, Kuhlmann sieht, dass die ältere Generation in puncto Generationsgerechtigkeit mehr Rücksicht nehme auf die Jungen und Steenken sieht bei nach seiner Meinung nach wie vor hoher Geburtenzahl die Pflicht, große Unternehmen anzusiedeln. Aber sofort ging’s zurück auf grüne Themen. Steenken lehnte vehement den höheren Mehrwertsteuersatz für Fleisch ab, Kuhlmann will eine „qualitative Aufwertung“ beim Außenbereichs-Privileg – und Olberding sieht Probleme für die Sauenhalter nach dem Kastenstands-Urteil von Magdeburg.

Dann kam die Nutztierstrategie aufs Tapet, mit der Niedersachsen mit den Ex-Ministern Gert Lindemann (CDU) und Uwe Bartels (SPD/Vechta) den Bundesagrarminister Schmidt unter Druck setzt. „Das waren die Aussagen von zwei alten Männern, die nichts mehr zu sagen haben“, war unter Applaus eingewandt worden. „Was Bartels macht, ist nicht zielführend“, meinte Olberding und fragte: „Ging es um persönliche Aufmerksamkeit?“ Auch Kuhlmann fand das gemeinsame Foto mit Landesagrarminister Meyer nicht gut und bei Steenken landete die Aktion „in der Schublade“. „Wir brauchen keine Fotos mit ehemaligen Ministern“.

„Das landet nicht in der Schublade“, entgegnete Breher. „Und das macht mir Sorgen, denn wir schaffen weitere Inseln“. Der Verbraucher könne heute schon selbst entscheiden, aber das Tierwohl-Fleisch werde nicht gekauft und kurz vor dem Ablaufdatum umetikettiert.

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