Vestrup - Die Erzeugergemeinschaft für Qualitätsvieh im Oldenburger Münsterland hat jetzt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2015 zurückgeblickt. Die vermarkteten Tierzahlen steigen auch aktuell weiter, aber vor allem schreibt man Dienstleistungen für die Mitglieder groß.

Heinrich Krieger, langjähriger Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft im Oldenburger Münsterland, konnte auch vergangene Woche auf der Generalversammlung in Vestrup, Landkreis Vechta, wieder positive Zahlen vermelden: die Mitgliederzahl stieg von 477 auf 486 und die vermarkteten Tierzahlen konnten 2015 gegenüber dem Vorjahr in allen wichtigen Bereichen gesteigert werden. Vermarktet wurden 648 000 Mastschweine, 272 000 Ferkel und ca. 20 000 Kälber und Fresser. An Groß-Schlachtvieh wurden 12 000 Tiere vermarktet. Die Hochrechnungen für 2016 gehen erneut von einem Plus bei den Mengen aus.

Schon seit längerem arbeitet die EG im OM mit anderen Erzeugergemeinschaften der Region in der Schlachtschweinevermarktung zusammen, um das Angebot zu bündeln. Über die Tochtergesellschaft ELV GmbH wurden in 2015 noch einmal 432 000 Tiere vermarktet und im Verbund der befreundeten Erzeugergemeinschaften weitere rund 150 000 Tiere. Da auf Schlachthofseite die Konzentration weiter fortschreitet, sei diese Kooperation sehr wichtig, betonte Krieger. In der Vermarktung stellte man sich weiterhin möglichst breit auf und belieferte verschiedene Schlachthöfe. Der Ferkelzukauf könne zu 43 Prozent auf Tiere deutscher Herkunft zurückgreifen, 32 Prozent kommen aus Dänemark und 25 Prozent aus den Niederlanden.

2015 erzielte die EG im OM einen Jahresüberschuss von 217 000 €Euro, an die Mitglieder wurden Rückvergütungen in Höhe von insgesamt 605 000 €Euro netto ausgeschüttet. Das waren ca. 0,91 Euro€ je Schlachtschwein und 10,66 Euro je Schlachtbulle/-kuh. Das waren jedoch nicht die einzigen „Extras“, die Krieger auflistete. Diese Extras waren die Schlachtablaufkontrolle an den Schlachthöfen, die Ausgleiche für Hauspreise oder auch Maßnahmen zur Qualitätssicherung auf den Betrieben, wie Betreuung für die QS, Salmonellenmonitoring oder Ähnliches. Diese Leistungen müsse man auch mit in die Waagschale werfen, wenn es darum geht, Erzeugergemeinschaften zu vergleichen, so der Tenor auf der Veranstaltung in Vestrup.

Bei den anstehenden Wahlen wurde Reinhold Meistermann, Elmelage, einstimmig wieder in den Vorstand gewählt. Im Aufsichtsrat gibt es künftig zwei neue Gesichter: Stefanie Barlage, Dinklage/Bahlen, und Christoph Fortmann, Lohne/Brockdorf.