Elisabethfehn - Vor zehn Jahren ermittelten die Mitglieder des Schützenvereins Elisabethfehn ihren König beziehungsweise ihre Königin erstmals bei einem öffentlichen Adlerschießen. Auf dem Freigelände beim Dorfgemeinschaftshaus sollen am Samstag, 27. Mai, ab 16 Uhr dem Adler wieder so richtig die Federn gestutzt werden.
Wer letztlich nach einem mehrstündigen Dauerfeuer den hölzernen Adler wohl richtig gerupft aus dem Horst holt, der darf den Königsthron am Elisabethfehnkanal besteigen. Spannung ist schon jetzt vorhergesagt. Dabei hofft der Verein natürlich auf große Resonanz der Schützen und Bevölkerung, um das Spektakel zu verfolgen. Den teilweise aus kunstvoll gedrechselten oder ausgesägten und bemalten Holzteilen bestehenden Vogel hat Erbauer Alfred Sibum nun an den Vorstand des Schützenvereins Elisabethfehn-Mitte übergeben.
„Es ist in der Tat ein Schmuckstück. Eigentlich viel zu schade, um ihn zu zerstören“, meinte der Vorsitzende Manfred Bothe. Damit ist die Schützenfestsaison am Kanal eingeleitet. Etwas mehr als einen Monat mit unzähligen Arbeitsstunden hat der 54-jährige Sibum, der selbst Mitglied im Verein ist, an seinem Kunstwerk, das man getrost so bezeichnen darf, gebastelt. „Den Adler habe ich ehrenamtlich nach Feierabend in meiner Freizeit erbaut“, sagt Sibum. Als gelernter Tischler fiel es ihm natürlich etwas leichter, den König der Lüfte herzustellen.
Nun werden in den kommenden Tagen der Mast und der Kugelfang nach den gesetzlichen Bestimmungen überprüft. Zum Adlerschießen muss der Sicherheitsbereich eingezäunt werden. Die Lafettenständer werden aufgebaut. Aber nicht nur die Erwachsenen ermitteln den König, sondern auch die Kinder und Jugendlichen. Allerdings nicht beim Adlerschießen, sondern mit der Lasergewehr im Dorfgemeinschaftshaus. Hier beginnt das Schießen um 14 Uhr.
Das 68. Volks- und Schützenfest wird dann am Wochenende von Samstag, 10. Juni, bis Sonntag, 11. Juni, gefeiert. Dort erfolgt auch die feierliche Proklamation der neuen Regenten von Elisabethfehn.
