BARßEL - Eine Stunde wird es demnächst in Barßel länger hell sein. Bis 24 Uhr muss dann keiner mehr die Taschenlampe bemühen, um den Heimweg zu finden. Denn: Der Straßen- und Wegeausschuss der Gemeinde Barßel hat in seiner Sitzung neue Schaltzeiten der Straßenbeleuchtung verabschiedet.
Danach werden die Lichter von montags bis donnerstags von 6 bis 24 Uhr, sonnabends von 7 bis 24 Uhr und sonntags von 8 bis 24 Uhr angehen. Bisher wurde es in der Woche im Gemeindegebiet ab 23 Uhr dunkel.
Trotz der verlängerten Schaltzeiten wird die Gemeinde aber nicht tiefer in die Gemeindekasse greifen müssen. Im Gegenteil: Bei der Straßenbeleuchtung wird in Zukunft Geld eingespart. „Das erreichen wird durch den Einsatz von energiesparenden Leuchtmittel. Die veralteten unwirtschaftlichen Leuchtkörper werden ausgetauscht“, erklärte der Diplom Ingenieur Heinz-Georg Coners vom Gemeindebauamt. Durch den Umtausch der Leuchtmittel ergibt sich eine Einsparungssumme von jährlich rund 21 000 Euro.
„Die Hälfte davon werden wir für neue Technik ausgeben“, so Coners. In der Gemeinde Barßel gibt es insgesamt 1845 Leuchten. Die Gesamtanschlussleistung beträgt circa 160 KW. In den vergangenen Jahren wurden zum Betrieb der Leuchten rund 300 000 KW verbraucht. Die Kosten betragen jährlich etwa 45 000 Euro. Diese Daten gehen aus dem Straßenbeleuchtungskataster hervor, das die Gemeinde auf Antrag der CDU/FDP-Fraktion erstellt hat.
„Wir haben schon mit Einsparungen gerechnet. Doch mit einer Summe von etwa 21 000 Euro nicht“, sagte Markus Block (CDU) und forderte die sofortige Umsetzung des Konzeptes. Unterstützung gab es auch aus dem Lager der SPD. Christa Battram (SPD) hatte sich zuvor für die Verlängerung der Schaltzeiten von 23 auf 24 Uhr ausgesprochen. „Ich finde es gut, dass die Bürger in Zukunft bis Mitternacht ohne Taschenlampe nach Hause gehen können. Schließlich haben die Anlieger die Beleuchtung auch zu 90 Prozent bezahlt“, befand auch Uschi Nüdling (SPD).
Der Ausschuss beschloss außerdem den Ausbau von Haltestellen an der Loher, Uhlenberg-, Schepser- und Friesenstraße. Im Rahmen der Dorferneuerung „Elisabethfehn“ soll der Vorplatz bei der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Reekenfeld und die Fläche vor der Mehrzweckhalle des Schützenvereins Reekenfeld-Kamperfehn in Reekenfeld neu gestaltet werden. Weiter will der Ausschuss gleich mehrere Straßen instand setzen. Dazu zählen Teilbereiche der Westmark, Mühlen-, Pestalozzi-, und Industriestraße. Rund 40 000 Euro lässt sich die Gemeinde Barßel diese Maßnahmen kosten. „Wir müssen jetzt an den Straßen etwas tun, sonst wird es in einigen Jahr sehr teuer“, so Coners.
