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NWZonline.de Region Cloppenburg Gemeinden Barßel

Wichtiges Symbol hängt wieder an altem Platz

02.07.2019

Barßel Große Freude herrscht unter den ehemaligen Realschülern und ihrem damaligen Klassenlehrer und Tutor Rainer Pagel darüber, dass ein neues Alexander-Hess-Schild als Zusatzschild für die Hafenstraße wieder aufgehängt wurde. Unbekannte hatten das ursprüngliche Schild entfernt und entwendet.

Alexander Hess war zur Zeit des Nationalsozialismus der einzige jüdische Mitbürger in Barßel. Er lebte in der Hafenstraße, ging dann nach Berlin und wurde von dort aus im August 1942 nach Riga deportiert, wo er am 18. August des gleichen Jahres von den Nazis ermordet wurde. In den Jahren 2008 und 2009 recherchierte eine Schülergruppe der damaligen Klasse 7b über einen Zeitraum von sechs Monaten das Leben von Alexander Hess und veröffentlichte das Ergebnis der Recherche in einer 46-seitigen Dokumentation. Diese Dokumentation wurde 2009 beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten eingereicht, und die Barßeler Schülergruppe wurde mit einem zweiten Preis auf Bundesebene ausgezeichnet. Der Titel des Wettbewerbs lautete damals „Helden: verehrt – verkannt – vergessen“.

Damit der Name Alexander Hess in Barßel nie vergessen wird, sorgten die Schüler 2009 dafür, dass vor dem ehemaligen Wohnhaus von Alexander Hess in der Hafenstraße ein „Stolperstein“ auf dem Gehweg installiert wurde. Darüber hinaus erklärte sich der damalige Bürgermeister Bernd Schulte dazu bereit, dass das Straßenschild „Hafenstraße“ mit einem Zusatzschild versehen wurde. Der Text lautete „In dieser Straße wohnte unser jüdischer Mitbürger Alexander Hess, 1872 - 1942“. Dass ausgerechnet dieses Schild entfernt und entwendet wurde, empörte nicht nur die ehemaligen Realschüler. Rainer Pagel bat den jetzigen Bürgermeister Nils Anhuth um ein neues Schild mit gleichem Text, und Ramona Marks lud ihre ehemaligen Mitschüler zu einem Treffen vor dem neuen Schild ein. Hierzu bemerkte Marks: „Es ist wichtig, dass das Alexander-Hess-Schild in der Gemeinde Barßel erhalten bleibt. Wir erhalten damit nicht nur eine Erinnerung an Alexander Hess, sondern erinnern so auch an alle Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden. Dieses Thema darf niemals in Vergessenheit geraten.“

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