BARßEL - Der JuBZ-Förderverein will seine Ziele neu definieren. Ein Arbeitskreis wird sich dieser Sache annehmen. Auch ein neuer Vorstand muss her.
Von Hans Passmann
BARßEL - Vor etwa zwei Jahren wurde der Förderverein für ein Jugend- und Begegnungszentrum (JuBZ) in Barßel aus der Taufe gehoben. Sinn und Zweck war es, in Barßel ein entsprechendes Angebot einzurichten und später dann auch den Betrieb sicher zu stellen.„Unser Ziel war es auch, damit die Integration zwischen Ausländern, Neubürgern und Einheimischen voranzubringen“, so der noch amtierende Vorsitzende des Vereins, Albert Lüken, während der Mitgliederversammlung im Jugend- und Begegnungszentrum.
Mittlerweile gibt es ja bekanntlich diese Einrichtung in Barßel. In der ehemaligen Landwirtschaftsschule hat die Gemeinde Barßel das JuBZ geschaffen und mit Diplom-Sozialarbeiter Andreas Borchers zugleich einen hauptamtlichen Gemeindejugendpfleger eingestellt. „Es läuft hier alles bestens“, stellte Lüken fest.
Da mit der Schaffung der Einrichtung das Hauptziel des Vereins realisiert worden sei, müsse der Verein nun auf andere Füße gestellt werden. Darüber sei man froh, meinte der Vorsitzende. Der Verein müsse sich nun anders orientieren. Ziele und Zwecke müssten neu formuliert werden. Als einen Punkt hob Vorsitzender Lüken für die Zukunft die ideelle und finanzielle Unterstützung des JuBZ hervor. „Auch wenn die Gemeinde als Träger finanziell hinter dem Begegnungszentrum steht, könnte dennoch der Verein – wie auch immer – mit Beiträgen und Veranstaltungen zum Bestand der Einrichtung beitragen“, so Lüken. Als wichtig empfand er es auch, den Austausch mit den Jugendlichen zu suchen. Gemeindejugendpfleger Borchers empfahl zudem, mit dem Gemeindejugendring eng zusammenzuarbeiten.
„Es ist schön, dass der Förderverein hinter dem JuBZ steht“, meinte die stellvertretende Bürgermeisterin, Agnes Lamping. Dennoch gab sie zu bedenken, dass alles langsam wachsen müsse. „Es wissen noch zu wenige von dem Förderverein“, meinte auch Ratsfrau Barbara Pagel und schlug eine verstärkte Mitgliederwerbung sowie eine Präsenz des Vereins auf Veranstaltungen vor. „So könnte der Verein bekannter werden“, so Pagel. Hervorragend fand Pagel die Idee einiger Jugendlichen, in der Freizeit für das JuBZ jobben zu gehen. „Den Lohn für die Arbeit könnten wir spenden“, schlug Elena Lüken vor.
Da auch in Elisabethfehn im neuen Dorfgemeinschaftshaus zurzeit ein Jugendtreff entsteht, erachteten die Mitglieder es als wichtig, die gesamte Gemeinde mit in die Jugendarbeit einzubinden. Das unterstrich auch Gemeindejugendpfleger Borchers, denn die Gemeinde habe ihn für alle Jugendlichen im gesamten Gemeindegebiet eingestellt.
Um letztendlich die Ziele des Vereins neu zu definieren, wurde ein Arbeitskreis ins Leben gerufen. Der wird nun eine neue Satzung erarbeiten und einen Vorstand benennen. Fest steht, dass Albert Lüken als Vorsitzender nicht mehr zur Verfügung steht. „Mein Studium nimmt mich sehr in Anspruch. Da bleibt für eine so wichtige Arbeit keine Zeit mehr“, bedauerte Lüken, der weiter im Beirat mitarbeiten möchte.
