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UMWELT Führungswechsel bei Naturschützern

SVEN KAMIN

BARßEL - „Das Schlimmste für mich war immer die Jahresabrechnung“, gibt Wolfgang Briese mit einem Lächeln zu. Der langjährige Leiter der BUND-Kreisgruppe Cloppenburg, scheint sich darauf zu freuen, sich jetzt abseits der Verwaltungsaufgaben voll auf seine Umweltschutzprojekte konzentrieren zu können. Zu Jahresbeginn hatte der 80-Jährige Barßeler zunächst die BUND-Mitglieder darüber informiert, dass er seinen Arbeitsbereich an Manfred Meinsen aus Altenoythe übergeben werde. „Mit 80 Jahren ist es angebracht, etwas kürzer zu treten“, findet Briese.

Der scheidende Kreisgruppenleiter ist seit 25 Jahren im BUND, zunächst in Bayern, dann an der Soeste aktiv. In Bayern hatte er nach der Tschernobyl-Katastrophe Geld für eine professionelle Messstation für Radioaktivität gesammelt und die Station anschließend geleitet. Nachdem er 1994 nach Barßel gekommen war, engagierte er sich zunächst bei der Bürgerinitiative „Barßeler Umwelt“, die später in die BUND-Kreisgruppe überging.

Der Übergang an der Spitze dürfte allerdings schon dadurch besonders reibungslos verlaufen, weil Manfred Meinsen bereits seit längerem einen Teil der Aufgaben von Briese übernommen hatte. Der 69-Jährige Altenoyther ist ehemaliger Gymnasiallehrer und war bereits Kreistagsabgeordneter für die Grünen.

Aber Meinsen wird mit seiner neuen Aufgabe nicht allein gelassen. Denn Wolfgang Briese will alle seine bisherigen Projekte, wie die Kopfweidenpflege an der Soeste, den Nisthilfenbau und die Vorträge an den Schulen wie bei der „Aktion Schmetterling“ wie bisher fortführen.

Seine neue Hauptaufgabe sieht Meinsen derzeit darin, auch über den Nordkreis hinaus aktive Mitglieder für die Kreisgruppe zu gewinnen: „In Löningen sehe ich da sehr große Möglichkeiten“, sagt Meinsen. Auch die Nachwuchsförderung wird ein Thema bleiben: Zwar sei es schwierig, zum Beispiel eine regelmäßige Jugendgruppe aufzubauen. Das neue Ganztagesangebot der Schulen biete unter Umständen jedoch Möglichkeiten für eine Kooperation.

Nachdem das Moorgebiet der Esterweger Dose nach jahrelangem Kampf nun endlich zum Naturschutzgebiet erklärt worden sei, wollen die BUND-Naturschützer nun das nächste große Projekt angehen: Das Vehnemoor bei Barßel soll aufgrund seiner wertvollen Ursprünglichkeit ebenfalls zum Naturschutzgebiet erklärt werden. „Das ist unser nächstes Ziel“, sagt der neue Leiter der BUND-Kreisgruppe Manfred Meinsen.

Umweltschutz vor Ort

Mit zahlreichen Aktionen

vor Ort sorgen die Mitglieder des BUND für Umweltentwicklung und naturnahe Erziehung.

400 Kopfweiden

pflegten die Umweltschützer im vergangenen Jahr an der Soeste in Barßel.

Für die

Aktion Schmetterling

hielt Wolfgang Briese im Rahmen der „Aktion Schmetterling“ insgesamt sechs Filmvorträge in Grundschulen.

Mehr als 100

Nisthilfen für Vogelarten vom Kleiber bis zur Eule installierte der BUND im Jahr 2007.

Für Fragen

steht der Leiter der Kreisgruppe Cloppenburg, Manfred Meinsen, unter 04491/ 3123 zur Verfügung.

Mehr Infos unter

www.bund-niedersachsen.de

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