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NWZonline.de Region Cloppenburg Gemeinden Barßel

Umwelt: Behörde fällt viele Bäume versehentlich

14.02.2013

Harkebrügge Brennholz ist begehrt: Die Holzpreise befinden sich im Steigflug. Doch immer öfter wird das benötigte Brennholz auf illegale Weise beschafft. Das aber eine öffentliche Einrichtung sich daran beteiligt, ist wohl neu. So geschehen in den vergangenen Tagen am Weg „Sammelte“ in Harkebrügge. Dort besitzt die Staatliche Moorverwaltung Meppen größere Grundstücksflächen. Zur Aufgabe der Meppener Behörde gehört im Winter das Freischneiden des Weges. Dabei geht es um die Verkehrssicherheit.

Aufmerksame Anlieger

Der Bautrupp der Moorverwaltung schnitt aber nicht nur frei, sondern legte die Motorsäge an. Auf einer Länge von mehreren hundert Metern fielen Sträucher und zahlreiche Bäume am Wegesrand der Säge zum Opfer. Allerdings standen die Bäume nicht auf dem Areal der Moorverwaltung, sondern auf dem der Gemeinde Barßel. Die Arbeiter hatten schlichtweg nicht auf die Grenzen geachtet. Ein fataler Fehler.

Aufmerksamen Anliegern war die Fällaktion nicht entgangen. Sie alarmierten sofort die Gemeinde Barßel. Die schaute sich die Baumfällaktion vor Ort an und beendete das Abholzen. „Ja, wir sind mit der Moorverwaltung und der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Cloppenburg vor Ort gewesen und haben den Eingriff in unser Eigentum festgestellt. Es war keine Absicht der Moorverwaltung, die Bäume auf Gemeindegebiet zu fällen. Vielmehr war es ein Versehen, weil die Grenzen für die Arbeiter nicht genau erkennbar waren“, erklärte der Leiter des Barßeler Bauamtes, Hans Schulte.

Den Vorfall bestätigte auch der Verwaltungsleiter der Moorverwaltung Meppen, Wilhelm Robben auf Anfrage der NWZ . „Es ist leider passiert und sehr bedauerlich. Hier liegt ein großes Versehen vor. Wir waren davon ausgegangen, dass die Bäume auf unserem Grundstück stehen. Es herrscht dort eine kuriose Wegeführung und die Grenzziehung war schwierig.“ Inzwischen hat eine Grenzfeststellung stattgefunden. Zwar sei das Ganze noch ein schwebendes Verfahren, doch mit der Gemeinde habe man sich weitgehend geeinigt, so Robben weiter.

Holz wurde abgefahren

„Das Holz ist überwiegend abgefahren und wir bekommen es wohl nicht zurück. Aber es gibt dafür eine Entschädigung, deren Höhe noch nicht feststeht“, so Hans Schulte. „Die Baumfällarbeiten sind naturschutzrechtlich nicht zu beanstanden. Das Wegegrundstück liegt außerhalb des Naturschutzgebietes. Soweit auch im angrenzenden Naturschutzgebiet auf den im Eigentum der Moorverwaltung stehenden Grundstücken Bäume gefällt worden sind, handelt es sich um Bewirtschaftungsmaßnahmen, die nach der Naturschutzgebietsverordnung freigestellt sind,“ erklärte am Mittwoch Ansgar Meyer, Pressesprecher der Cloppenburger Kreisverwaltung.

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