Barßel - Der CDU-Gemeindeverband Barßel hofft nach dem überraschenden Rückzug des CDU-Bürgermeisterkandidaten Ludger Elsen dennoch auf eine CDU-Mehrheit am 25. Mai in Barßel. Das erklärte am Dienstag Agnes Lamping, Vorsitzende des Gemeindeverbandes, in einer Pressemitteilung. Am Montagabend hatte der Verband nichtöffentlich getagt. Wie berichtet, wird Elsen trotz seines Verzichts auf dem Wahlzettel stehen. Denn nachdem der Gemeindewahlausschuss getagt hat, kann er seine Kandidatur offiziell nicht mehr zurückziehen.

„Bekommt die CDU eine Mehrheit, wird die Bürgermeisterwahl wiederholt. Dafür können dann neue Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters nominiert werden“, sagte Lamping. Noch offen ist weiterhin, ob Elsen sein politisches Engagement im Rat der Gemeinde Barßel, unter anderem als CDU-Fraktionsvorsitzender, weiterführen wird. Er wolle in Ruhe darüber entscheiden, hatte Elsen gegenüber der NWZ  erklärt.

Indessen zeichnet sich eine Nachfolge für den kürzlich verstorbenen Ratsherrn Georg Büscherhoff (die NWZ  berichtete) ab. Hartmut Schoone aus Elisabethfehn soll für die CDU-Fraktion in den Rat einziehen. Er sei laut Wahlliste der erste Nachrücker, sagte Schoone am Dienstag gegenüber der NWZ . Er bedauerte den plötzlichen Tod seines Parteikollegen. Unter diesen Umständen sei es nicht erfreulich, in den Rat nachzurücken. Die letzte formale Hürde muss der 49-Jährige allerdings noch nehmen. Er muss offiziell verpflichtet werden.

„Die Sache wird noch aufbereitet“, sagte Bürgermeister Bernd Schulte am Dienstag. Er wollte Schoone als Nachrücker noch nicht bestätigen.