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NWZonline.de Region Cloppenburg Gemeinden Barßel

Damit Mühle ein Schmuckstück bleibt

29.03.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-04-06T18:40:34Z 280 158

Arbeitskreis In Barßel:
Damit Mühle ein Schmuckstück bleibt

Barßel „,Glück zu‘ – das sagen wir hier“, begrüßt Hans-Wolfram Thieben neue Besucher in der Ebkensschen Windmühle mit dem Müllergruß. Dieser Gruß wird seit nunmehr 300 Jahren an dieser Stelle in Barßel gerufen – denn so lange ist der Standort schon Mühlenstandort.

Mühlen-Steckbrief

Name: Achtkant Holländermühle mit Segelgatterflügel und Windrose

Maße: Höhe der Kappe – 23,5 Meter; Flügelspannweite – 22 Meter; Höhe der Galerie – 10,5 Meter

Technische Daten: Drei Mahlgänge, zwei zum Schroten, einer zur Mehlherstellung; Kollergang mit Schlagwerk zur Ölgewinnung; Steinkran; Storchennest; Aufzug mit Förderkorb

Die Ebkenssche Windmühle steht immerhin seit 125 Jahren dort, nachdem die erste Mühle 1852 durch einen Blitzschlag abbrannte. Aber so eine alte Mühle will auch gepflegt werden. Deshalb gibt es den Arbeitskreis Mühle des Bürger- und Heimatvereins Barßel. Die fünf Männer haben sich 2015 zusammengetan, um gemeinsam die Mühle zu erhalten. Sie treffen sich immer montags.

Was sie in ihren fast 2400 Arbeitsstunden geschafft haben, ist ein Grund zu feiern und Wert, es vorzustellen.

Das Verdichten der Fenster war so gut wie die erste Amtshandlung des Arbeitskreises. Anfangs regnete es nämlich gehörig rein in die Mühle. Das ist jetzt Geschichte. Es folgte die Restaurierung der großen Segelgatterflügel. Das war zugleich auch das bislang aufwendigste aber auch wichtigste Projekt des Arbeitskreises. Denn die Schrauben, Haken und Ösen waren teilweise schon sehr verrostet und mussten erneuert werden.

Die Flügel haben die Männer nicht abgebaut – sind dafür aber hunderte Male rauf und runter geklettert.

Das Fest

Das 125-jährige Bestehen der Ebkensschen Windmühle wird am 30. April gefeiert. Viele Aktionen sind tagsüber rund um die Mühle geplant – auch Mehl wird gemahlen.

Abends geht das Fest mit dem Tanz in den Mai weiter. Los geht es um 20 Uhr.

Alleine das neue Holz musste fünf Mal gestrichen werden, bis es fertig war. Und das war für das Team einiges an Arbeit. Mitgeholfen haben sie aber alle tatkräftig. Karl-Heinz Schleunes : Er stammt zwar aus Hessen, hat die Mühle aber in seinen Jahren in Barßel lieben gelernt. Günter Frerichs : Etwas zu tun gibt es an der Mühle immer. Falls noch jemand Lust hat, mitzuhelfen, sei er willkommen, meint Frerichs. Franz Cloer : Er ist der freiwilligen Müller der Truppe. Dafür muss man einen Kursus bei einer VHS absolvieren. Hans-Wolfram Thieben : Alle im Arbeitskreis begleiten Führungen. Das Erste was auch Thieben erzählt ist der Müllergruß: „Glück zu“. Hinrich Grüßing : Als der Hausmeister der Marienschule sich nicht mehr um die Mühle kümmern konnte, übernahm Grüßing zunächst.

Die Treppe und die beiden Balkone haben die Männer nicht selbst gebaut. Das wurde von einer Firma übernommen. Generell spenden viele Firmen Material zum Erhalt der Mühle.

Einen Blick in die Zukunft gibt der Arbeitskreis ebenfalls schon: Der gemauerte Achtkant steht an. Er benötigt einen weißen Anstrich. Nach dem Brand wurde er gemauert, damit er nicht wieder Feuer fangen kann.