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NWZonline.de Region Cloppenburg Gemeinden Barßel

Wahlsieg: Ein „Roter“ auf dem Chefsessel

27.05.2014

Barßel Die Nacht war kurz, gibt Nils Anhuth (SPD) am Montag zu. Doch schließlich gab es am Sonntagabend in Bennys Eiscafé richtig was zu feiern. Der 28-Jährige wird der neue Bürgermeister der Gemeinde Barßel. Der Politikwissenschaftler aus Barßel tritt zum 1. November die Nachfolge von Amtsinhaber Bernd Schulte (Parteilos) an, der nicht wieder kandidierte. „Der Wahlabend hat richtig Spaß gemacht und war Lohn für einen langen Wahlkampf“, sagte Anhuth. Und auch am nächsten Tag gehe es ihm „echt gut“. Richtig realisiert habe er seinen Wahlerfolg erst durch die Flut an Glückwünschen, die bei ihm eingegangen seien.

Damit wird erstmals ein „Roter“ auf dem Chefsessel im Rathaus Platz nehmen. Anhuth ist damit einer der jüngsten Bürgermeister in Deutschland. Großer Jubel natürlich im gesamten Lager der SPD in Barßel über den Wahlsieg.

Enttäuschung dagegen bei den Christdemokraten. Die hatten bis zuletzt gehofft, dass es zu einer Neuwahl kommt und hatten die Wähler aufgerufen, bei ihrem Kandidaten Ludger Elsen ein Kreuz zu machen, obwohl der das Amt nicht angenommen hätte (die NWZ  berichtete). Der Versuch, die Hürde der erforderlichen 50 Prozent zu überspringen, scheiterte. Allerdings nur sehr knapp. Nils Anhuth erhielt 55,6 Prozent (2584 Stimmen). Für Ludger Elsen stimmten immerhin noch 44,4 Prozent (2062 Stimmen).

Bei Nils Anhuth herrschte große Freude und Erleichterung, als das endgültige Wahlergebnis nach langer Wartezeit feststand. Im Barßeler Rathaus hatte die Technik versagt. So mussten die vielen Besucher lange auf das Ergebnis warten. „Ich freue mich über den Sieg und über die zukünftige Arbeit“, strahlte Anhuth. Zunächst einmal laufe für ihn seine Arbeit im Wahlkreisbüro vom Bundestagsabgeordneten Markus Paschke wie gewohnt weiter. Vor seinem Dienstantritt am 1. November wird aber noch eine Übergabe mit Vorgänger Bernd Schulte stattfinden.

Erstaunt zeigte sich Anhuth mit Blick auf den Wahlausgang, dass Wähler einen „Papiertiger“ der CDU gewählt hätten. „Das hätte ich so nicht gedacht“, sagte der zukünftige Verwaltungschef.

Das sah Agnes Lamping, Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes, natürlich anders. Sie freute sich über das enge Ergebnis. „Das zeigt doch, dass die Leute gerne eine Wahlmöglichkeit gehabt hätten“, sagte Lamping am Montag im Gespräch mit der NWZ .

Natürlich sei es aus Sicht der CDU ärgerlich, dass es nun nicht zu einer Neuwahl komme, „aber ich freue mich, dass die CDU da mitgemischt und Spuren hinterlassen hat“. Und sie versichert: „Wenn unser Plan der Neuwahl aufgegangen wäre, hätten wir sofort einen Kandidaten präsentieren können.“ Doch daraus wird jetzt nichts mehr. Also müsse man sehen, wie es jetzt weitergehe. Lamping: „Das Wohl der Gemeinde ist die oberste Maxime.“ Da spiele die Parteizugehörigkeit des Bürgermeisters eine untergeordnete Rolle.

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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