Barßel - Schnell noch einmal die Schuhe fest zugeschnürt und dann konnte es losgehen. Die Organisatoren des 7. Barßeler Hafenfestlaufes testeten am Mittwochabend noch einmal den Streckenverlauf. Doch es wurde nur kurz am Startpunkt – dem Barßeler Hafen – geprobt. Dann ging den meisten Teilnehmern schon die Puste aus. „Gut, dass wir nicht laufen und müssen“, meinte Cheforganisator Nils Anhuth.
Für den 28-Jährigen wird es der letzte Hafenfestlauf sein, den er als Chef des rund 13-köpfigen Planungsteams leiten wird. Nicht aber, weil er nach so langer Zeit keine Lust mehr dazu verspürt. Wie berichtet, tritt der Sozialdemokrat am 1. November die Nachfolge von Barßels Bürgermeister Bernd Schulte (parteilos) an, der nicht wieder für das Amt kandidierte.
„Das Amt des Bürgermeisters ist derart zeitintensiv, dass ich nicht mehr in dem Umfang wie bisher für die Planung und Vorbereitung des Laufes verantwortlich zeichnen kann. Wir haben jedoch ein tolles Team, in dem wir die anfallenden Aufgaben auf mehrere Schultern verteilen werden – wie genau das aussehen wird, werden wir im Nachgang zur 7. Auflage unseres Laufes in aller Ruhe besprechen“, sagt Anhuth auf Nachfrage der NWZ . Eines ist aber klar: „Ich werde dem Planungsteam erhalten bleiben und auch künftig mit Rat und Tat zur Seite stehen.“
Er sei aber stolz darauf, dass das Team es geschafft habe, den Lauf zu etablieren und Barßel auf die Landkarte der Läuferinnen und Läufer in der Region zu bringen. „Für das gute Gelingen und die vielen zufriedenen Läuferinnen und Läufer sorgten Jahr für Jahr rund 70 Ehrenamtliche“, so Anhuth. Als Neuzugang für das Planungsteam konnte er Andre Dumstorf gewinnen.
Vor sieben Jahren sei die Idee entstanden, auch in Barßel einen Volkslauf zu organisieren. Diesen habe man dann, um Synergieeffekte zu nutzen, an den Hafenfest-Freitag angedockt, geboren war der „Barßeler Hafenfestlauf“, erinnert sich Anhuth an die Anfänge.
„Beim Arbeitskreis Kultur und Sport verhält es sich ähnlich. Auch dort werde ich weiterhin mitarbeiten und unterstützen, aber nicht mehr an vorderster Front“, meint Barßels zukünftiger Verwaltungschef. Sein Mandat als Ratsherr wird er schon von Rechtswegen her niederlegen müssen. Damit verbunden ist auch der Verlust des Posten des Ratsvorsitzenden.
