BAMBERG - BAMBERG/DPA - Zweimal bereits gelang dem Basketball-Bundesligisten Artland Dragons Quakenbrück in der laufenden Saison ein Sieg gegen den deutschen Meister GHP Bamberg. Ein weiterer Erfolg in der Pokal-Endrunde „Top Four“ (Sonnabend, 18.50 Uhr/Premiere) könnte den Quakenbrückern die erste Pokalfinal-Teilnahme der Vereinsgeschichte bescheren. Doch Bamberg ist in eigener Halle heiß auf ein mögliches Endspiel gegen Alba Berlin – und auf den zweiten BBL-Pokal nach 1992.
„Die Bamberger sind klar der Favorit. Sie haben den Heimvorteil und sind deutscher Meister“, sagte Berlins Manager Henning Harnisch, der knapp eine Woche nach der 75:80-Liga-Niederlage die Favoritenbürde auf den Gastgeber abschiebt. Sein Team trifft im ersten Semifinale bereits um 16 Uhr auf die Gießen 46ers.
Das Spiel um Platz drei findet am Sonntag um 14.15 Uhr statt, das Finale um 17 Uhr. Alle Spiele werden live vom Bezahlsender übertragen. „Das Top Four hat eigene Gesetze. Jede Mannschaft kann jede schlagen“, warnte GHP-Manager Wolfgang Heyder.
In Abwesenheit von Titelverteidiger Köln wollen die Berliner zurück auf den Thron, auf dem sie zuletzt 2003 saßen. Dazu holte sich der Club aus der Hauptstadt 1997, 1999 und 2002 den Pokal-Titel. Die Artland Dragons feiern ihre Premiere beim „Top Four“ – die Pokal-Erfolge des Traditionsclubs aus Gießen (1969, 1973, 1979) liegen schon eine Weile zurück.
„Obwohl wir Bamberg in dieser Saison bereits zweimal geschlagen haben, sind wir sicherlich nicht der Favorit in diesem Spiel. Man muss sehen, wo Bamberg in der Tabelle gelandet ist und wo wir“, sagte Quakenbrücks Manager Marko Beens vor dem Duell zwischen dem Bundesliga-Fünften und dem Zweiten, der am letzten Spieltag der regulären Saison in Berlin nicht nur die Punkte, sondern auch Topscorer Demond Mallet mit einem Kreuzbandriss verlor.
Der dreimalige Cup-Sieger aus Gießen geht die Pokal-Endrunde besonders motiviert an. „Nachdem die Bundesliga-Saison für uns nicht so gelaufen ist, wie wir uns das alle vorgestellt haben, sind wir natürlich umso heißer auf das Top Four“, sagte Gießens Center Florian Hartenstein, der mit seinem Team in der Meisterschaft die Playoff-Runde verpasst hatte.
